Wirtschaft

Kurve noch gekriegt Siemens Healthineers nimmt sich mehr vor

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Ein mobiler bildgebender C-Bogen Cios Select mit Flachdetektor-Technologie zum Einsatz bei Operationen.

(Foto: picture alliance / -/Siemens Hea)

Die Siemens-Medizintechniktochter Healthineers erreicht mit einem Schlussspurt ihre Ziele 2017/18. Doch das laufende Geschäftsjahr soll besser werden.

Dank eines Schlussspurts im Geschäft mit Computertomografen und Röntgengeräten ist die Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers im ersten Jahr an der Börse mit einem blauen Auge davongekommen. Die Kosten für den Börsengang und den Abbau von 350 Arbeitsplätzen drückten den operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2017/18 (Ende September) um zwölf Prozent auf 2,11 Milliarden Euro, wie Siemens Healthineers in Frankfurt mitteilte.

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Der Umsatz stieg währungsbereinigt um vier Prozent auf 13,4 Milliarden Euro und erreichte die Zielmarke von drei bis vier Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite lag mit 17,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 18,0 Prozent, weil Wechselkurseffekte die operativen Zuwächse auffraßen. Siemens Healthineers hatte eine Marge von 17 bis 18 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Aktionäre, allen voran die immer noch mit 85 Prozent beteiligte Siemens AG, erhalten eine Dividende von 70 Cent je Aktie. Das sind 55 Prozent des Nettogewinns von knapp 1,3 (Vorjahr: 1,4) Milliarden Euro. 103 Millionen Euro Kosten verschlang allein der Börsengang, der der Muttergesellschaft im Frühjahr 4,2 Milliarden Euro einbrachte. Die Healthineers-Aktie stieg vorbörslich um 2,4 Prozent, weil Umsatz und Gewinn im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertrafen.

Ehrgeizige Ziele

Für das laufende Geschäftsjahr hat sich Vorstandschef Bernd Montag mehr vorgenommen: "Aufgrund der Stärke unseres Portfolios in allen Segmenten und der deutlich beschleunigten Auslieferung des Labordiagnostiksystems Atellica Solution blicken wir zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2019." Dann soll der Umsatz des Erlanger Konzerns - ohne Währungseffekte - um vier bis fünf Prozent wachsen, die Umsatzrendite auf 17,5 bis 18,5 Prozent steigen.

Atellica ist der große Hoffnungsträger der Labordiagnostik-Sparte, in der Siemens Healthineers weltweit die Nummer zwei hinter Roche ist. Von dem neuen System wurden 2017/18 knapp 1000 Stück ausgeliefert, davon rund 430 im vierten Quartal. Bis September 2019 soll die Zahl der installierten Atellica-Systeme auf 3200 bis 3500 wachsen, ein Jahr später sollen es 7000 sein. Die Hersteller verdienen das meiste Geld später mit den Verbrauchsmaterialien.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Bildgebungs-Sparte (Röntgen, Ultraschall, CT und MRT) erneut mit Abstand der größte Umsatztreiber und Gewinnbringer. Allein im vierten Quartal legten die Umsätze der Sparte währungsbereinigt um sechs Prozent zu, die bereinigte operative Marge lag bei 21,2 Prozent.

Quelle: n-tv.de, wne/rts