Wirtschaft

Kugel verlässt Konzern Siemens trennt sich wohl von Personalchefin

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Kugel arbeitet seit 2001 für Siemens, seit 2015 gehört sie dem Vorstand an.

(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Als eine der wenigen Frauen in großen börsennotierten Unternehmen handelt Personalchefin Janine Kugel bei Siemens zuletzt den Stellenabbau in der kriselnden Kraftwerkssparte aus. Jetzt sickert durch: Der Vertrag der Managerin soll überraschend nicht verlängert werden.

Siemens-Personal-Chefin Janina Kugel steht nach einem Bericht des "Handelsblatts" vor dem Abschied. Der Vertrag der Managerin werde überraschend nicht verlängert, schreibt das Blatt unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Kugel sucht demnach eine neue Herausforderung. Zudem habe es im Aufsichtsrat Kritiker der 49-Jährigen gegeben.

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Bei Siemens hieß es auf Anfrage in München, Spekulationen würden nicht kommentiert. Kugel gilt als eine der prominentesten Siemens-Führungskräfte. Ihr Vertrag läuft nach Angaben des "Handelsblatts" noch bis Ende Januar 2020. Daher müsste der Aufsichtsrat den Vertrag nach den Siemens-Gepflogenheiten jetzt verlängern. Dazu werde es aber nicht kommen.

Kugel arbeitet seit 2001 - von einem kurzen Abstecher zu Osram abgesehen - für Siemens. Seit 2015 gehört die Volkswirtin dem Konzernvorstand an. Zuletzt hatte Kugel unter anderem die Sozialpläne für den Stellenabbau in der kriselnden Kraftwerksparte von Siemens mit Arbeitnehmervertretern ausgehandelt.

Kugel ist eine der wenigen Frauen in Vorständen der großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder lag Anfang 2019 in den 30 Dax-Konzernen nach Angaben der Beraterfirma EY bei 14,5 Prozent. In mehr als drei Viertel der Dax-Unternehmen (76,7 Prozent) saß demnach aber mindestens ein Frau im Vorstand.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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