Wirtschaft

Konzentration aufs Kerngeschäft Siemens vor Verkauf der Ampeltechnik-Sparte

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Die Bieter sollen ihre verbindlichen Offerten bis kurz vor Weihnachten vorlegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Siemens treibt laut einem Zeitungsbericht den Verkauf seiner Unternehmenstochter Yunix voran. Insgesamt soll es fünf Interessenten für die Sparte geben. Die Gebote liegen angeblich unter dem, was Siemens sich erhofft hatte.

Siemens hat einem Zeitungsbericht zufolge fünf Bieter für seine Straßenverkehrstechnik-Tochter Yunex in die engere Wahl genommen. Sie sollten nun bis kurz vor Weihnachten bindende Offerten vorlegen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise. Die bisherigen Gebote für die von der Bahntechnik-Sparte abgespaltene Yunex lägen bei 550 bis 600 Millionen Euro einschließlich Schulden. Siemens hatte nach früheren Informationen auf mehr als 700 Millionen Euro gehofft.

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Bei den vorerst erfolgreichen Interessenten handelt es sich dem Bericht zufolge um den Konkurrenten Cubic, der den Beteiligungsfirmen Veritas Capital und Evergreen Coast Capital gehört, den italienischen Mautstraßen-Betreiber Autostrade, die Finanzinvestoren KKR und Bridgepoint sowie die tschechische Industrieholding PPF. Siemens wollte sich nicht zu den Informationen äußern.

Der Münchner Technologiekonzern will sich von Yunex trennen, weil seine Produkte von Ampeln über Verkehrsbeeinflussungs- bis zu Mautsystemen nicht zum Kerngeschäft der Zug-Sparte Mobility passen. Der Umsatz lag zuletzt bei mehr als 600 Millionen Euro, das Unternehmen ist profitabel. "Wir sind in den letzten Jahren erfolgreich gewachsen, aber unser Geschäft verlangt flexiblere, mittelständische Strukturen", hatte Yunex-Chef Markus Schlitt der Nachrichtenagentur Reuters gesagt.

Quelle: ntv.de, ddi/rts

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