Wirtschaft

Folgen der Corona-Krise Solo-Selbstständige leiden besonders

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Für nicht wenige sind die wirtschaftlichen Einbußen durch die Corona-Krise existenzbedrohend.

(Foto: picture alliance / blickwinkel/S. Ziese)

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kampfs gegen die Corona-Krise bekommen die Menschen unterschiedlich hart zu spüren. Einer Umfrage zufolge sind Solo-Selbstständige in den Freien Berufen in besonderem Maße betroffen. Zu ihnen zählen etwa Ärzte, Anwälte und Journalisten.

Für Solo-Selbstständige in den Freien Berufen hat die Corona-Krise einem Bericht zufolge oftmals weitreichende Folgen. Für 37,7 Prozent von ihnen verlief das Jahr 2020 schlecht oder sehr schlecht, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts für Freie Berufe berichten. Für 19 Prozent der Solo-Selbstständigen in diesem Bereich ist der bisher entstandene wirtschaftliche Schaden demnach existenzbedrohend.

Zu den Freien Berufen gehören viele verschiedene Tätigkeiten. Unter anderem zählen Ärzte und Tierärzte, Rechtsanwälte und Notare, Architekten, Hebammen und Journalisten dazu.

"Teile der Freien Berufe arbeiten weit über Anschlag, um die Folgen der Pandemie abzuwehren, demgegenüber bleibt die Lage bei anderen Freiberuflern heikel", sagte der Präsident des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB), Wolfgang Ewer. "Besonders groß ist die Herausforderung für Solo-Selbstständige und kleine Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern."

Probleme mit den Corona-Hilfen

Für Freiberufler mit bis zu fünf Mitarbeitern ergab die Umfrage laut dem Bericht, dass 26,1 Prozent das vergangene Jahr als wirtschaftlich schlecht bis sehr schlecht einschätzen. 7,1 Prozent sehen den Fortbestand ihres Unternehmens bedroht.

Corona-Hilfen beantragten demnach im vergangenen Jahr vier von zehn Freiberuflern. Dabei stolperten viele über Probleme bei der Beantragung: Vor allem die Bedingungen zum Erhalt der Hilfe seien der Umfrage zufolge unklar gewesen. Am zweithäufigsten hätten Freiberufler als Problem genannt, dass sie keine passende Hilfe finden konnten.

Die Bedingungen für Corona-Hilfen müssten "verständlich, präzise und trennscharf" formuliert werden, fordert deshalb Ewer. Zudem müsse die Politik Perspektiven aufzeigen und durch Verlässlichkeit Zuversicht geben- "gerade weil die Krise mehr und mehr an die Substanz geht und Reserven aufgezehrt werden".

Quelle: ntv.de, vpr/AFP

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