Wirtschaft
Spotify-Anteile werden bislang nicht an einer Börse notiert. Das soll sich Berichten zufolge im kommenden Jahr ändern.
Spotify-Anteile werden bislang nicht an einer Börse notiert. Das soll sich Berichten zufolge im kommenden Jahr ändern.(Foto: dpa)
Mittwoch, 27. September 2017

Börsengang 2018 erwartet: Spotify soll 16 Milliarden Dollar wert sein

Mit Spotify könnte bald der nächste Mega-Börsengang eines Technologie-Start-ups bevorstehen. Mit 16 Milliarden Dollar wird der Streamingdienst angeblich bereits bewertet. An der Börse könnte er für noch mehr gehandelt werden - trotz immer größerer Verluste.

Der defizitäre Musik-Streamingdienst Spotify kommt Insidern zufolge mittlerweile auf eine Bewertung von rund 16 Milliarden Dollar. Eine rege Nachfrage nach Anteilsscheinen auf dem Sekundärmarkt habe dazu beigetragen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Aussicht auf einen gigantischen Börsengang sei damit gestiegen. Zuletzt hatte sich die Bewertung um 13 Milliarden Dollar bewegt. Experten gehen davon aus, dass das schwedische Unternehmen bei einem Sprung auf das Handelsparkett mindestens 20 Milliarden Dollar wert sein könnte. Der Musik-Streamingdienst dürfte Ende 2017 einen Antrag auf eine direkte Registrierung bei einem Börsenplatz stellen, verlautete weiter aus den Kreisen. Bei dem ungewöhnlichen Verfahren werden keine Konsortialführer benötigt.

Die Emission sei für das erste oder zweite Quartal 2018 vorgesehen, hieß es. Spotify wollte sich nicht dazu äußern. Das Unternehmen wuchs zuletzt kräftig, rutschte aber immer tiefer in die roten Zahlen. Der Verlust verdoppelte sich 2016 auf 600 Millionen Dollar. Grund dafür waren massive Investitionen in Produktentwicklung und Auslandsexpansion. Der Umsatz schoss um mehr als 50 Prozent in die Höhe auf 3,4 Milliarden Dollar.

Spotify hatte vor Kurzem die Marke von 60 Millionen zahlenden Kunden geknackt. Das 2006 gegründete Unternehmen ermöglicht es seinen Nutzern, gegen Bezahlung Musik von großen Plattenfirmen wie Sony, EMI, Warner Music Group und Universal über das Internet zu hören. Spotify muss jedoch mehr als 80 Prozent der Einnahmen an Plattenfirmen und Künstler abführen.

Quelle: n-tv.de