Weitere Verzögerung möglichStuttgart 21 könnte erst 2031 vollständig in Betrieb gehen

Seit Jahren verschiebt sich die Fertigstellung von Stuttgart 21. Einem Bericht zufolge droht eine Verzögerung der Inbetriebnahme bis Ende 2031. Klarheit soll es nach einer wichtigen Sitzung der Deutschen Bahn Ende Juni geben.
Seit Jahren verschiebt sich die Fertigstellung von Stuttgart 21. Nun berichten Medien von einer weiteren Verzögerung bis Ende 2031. Offiziell bestätigt ist das nicht – Klarheit soll es nach einer wichtigen Sitzung Ende Juni geben.
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte Medienberichten zufolge später in Betrieb gehen als zuletzt angenommen. Wie zuerst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf das Umfeld der mit dem Projekt vertrauten Personen berichtete, muss die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs auf Ende 2031 verschoben werden. Der SWR berichtete unter Berufung auf Kreise der Projektpartner davon, dass Stuttgart 21 im Dezember 2031 vollständig in Betrieb genommen werden soll.
Ein Bahnsprecher teilte mit, dass man sich zu derartigen Spekulationen nicht äußere. "Die DB wird die Öffentlichkeit nach dem Stuttgart-21-Lenkungskreis Ende Juni über das neue Inbetriebnahmekonzept des Projekts informieren". Die Sitzung des Lenkungskreises findet am 26. Juni statt.
Gebaut wird an dem Projekt bereits seit 2010. Der tatsächliche Start war bereits mehrfach verschoben worden, zuletzt auf Dezember 2026. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 war man von einer Eröffnung 2019 ausgegangen.
Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur für den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt, sondern für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnhöfe - etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen -, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelröhren, Durchlässe sowie Brücken.
Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schließt neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 eröffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzstück von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der im Gegensatz zum bisherigen Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.
Auch die Kosten für das Projekt haben sich über die Jahre steil nach oben entwickelt. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Zuletzt bezifferte die Bahn die Kosten auf rund 11,3 Milliarden Euro. Die Mehrkosten muss die Bahn einem Gerichtsurteil zufolge alleine tragen.