Wirtschaft

Arbeiten während der Coronakrise Supermarkt-Mitarbeiter sollen Boni erhalten

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In Frankreich sollen Supermarktmitarbeiter 1000 Euro erhalten.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Frankreich sollen Beschäftigte von Handelsketten für ihren Einsatz während der Corona-Krise Prämien erhalten. Nun kündigt auch in Deutschland der erste große Lebensmittelhändler Extrazahlungen an. Der Handelsverband richtet in diesem Zusammenhang eine dringende Bitte an Kanzlerin Merkel.

Nach Frankreich wollen auch in Deutschland Supermärkte und Discounter das Engagement ihrer Beschäftigten in der Corona-Krise würdigen und ihnen Prämien zahlen. So hat Lebensmittelhändler Rewe bereits angekündigt, über 20 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, um seine Beschäftigten, und die der konzerneigenen Discount-Tochter Penny, mit einem Bonus zu belohnen.

"Das sind schnelle und unbürokratische erste Sofortmaßnahmen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Botschaft zu geben", betonte ein Rewe-Sprecher. "Wir sagen nicht nur 'Danke' für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise".

Der jeweilige Betrag ist etwa abhängig von der Funktion und davon, ob Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird. Die Bonuszahlung werde als Guthaben auf die Mitarbeiterkarten gebucht. Das habe den Vorteil, dass der Betrag den Beschäftigten praktisch als Netto-Zahlung zugutekomme. Auch bei Aldi Süd können sich die Beschäftigten vielleicht schon bald über eine Prämie freuen. "Wir machen uns derzeit Gedanken, wie wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz erkenntlich zeigen können", sagte ein Unternehmenssprecher.

*Datenschutz

Der Handelsverband Deutschland (HDE) richtete in diesem Zusammenhang einen Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel, mögliche Mitarbeiterboni von der Steuer zu befreien. Denn solche Sonderzahlungen könnten dazu führen, dass die Steuerlast der Beschäftigten sehr stark anwachse. Bei einer Steuerbefreiung "würde die finanzielle Entlohnung dafür, dass unsere Beschäftigten in der Krise den Laden am Laufen halten, ungeschmälert bei den Betroffenen ankommen." In Frankreich hatten am Sonntag und Montag Einzelhandelsketten wie Auchan, E.Leclerc und auch Lidl angekündigt, ihren Beschäftigten je 1000 Euro zu zahlen. Sie sind von der Steuer befreit.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP/dpa