Wirtschaft

Never ending story T-Mobile US und Sprint verhandeln

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Soll die Fusion zwischen T-Mobile US und Sprint gelingen, muss die Machtfrage vorher geklärt sein.

(Foto: REUTERS)

Sprint gehört dem Softbank-Konzern, T-Mobile US mehrheitlich der Deutschen Telekom. Doch die versuchte mehrfach, die Tochter mit Sprint zu verheiraten. Erst im November scheiterte ein Anlauf – an der Machtfrage. Nun wird offenbar wieder gesprochen.

T-Mobile US und Sprint haben offenbar ihre Fusionsgespräche wieder aufgenommen. Die Verhandlungen befänden sich aber noch in einer frühen Phase, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Eine Motivation für die neuen Gespräche sei, die finanziellen Belastungen durch Investitionen in Netze gemeinsam schultern zu wollen. Knackpunkt sei aber unter anderem die Möglichkeit für die T-Mobile-Mutter Deutsche Telekom, die Gewinne der Tochtergesellschaft weiter für sich verbuchen zu können. Stellungnahmen der Unternehmen lagen zunächst nicht vor.

Die Deutsche Telekom will T-Mobile schon länger mit Sprint zusammenbringen. Im November scheiterte ein Deal jedoch offenbar an der Machtfrage. Für die Telekom ist das US-Geschäft einer der wichtigsten Umsatztreiber geworden. Der deutsche Konzern hält 63 Prozent an T-Mobile. Den Insidern zufolge müsste die Telekom frisches Geld in die Gesellschaft pumpen, um auch nach einer Fusion einen Anteil von über 50 Prozent zu haben. Sprint gehört zu etwa 85 Prozent der japanischen SoftBank Group.

In den USA ist Sprint der kleinste von vier Wettbewerbern. Eine Fusion mit der Nummer drei, T-Mobile US, würde das gemeinsame Unternehmen deutlich näher an die Platzhirsche Verizon und AT&T heranbringen. Zuerst hatte das "Wall Street Journal" von einem neuen Verhandlungsanlauf berichtet.

An der Wall Street schlossen Sprint-Aktien etwa 17 Prozent fester, die Papiere von T-Mobile steigen 5,7 Prozent.

Quelle: n-tv.de, bad/rts