Wirtschaft

Anstieg im ersten Quartal Tarifangestellte verdienen 2,5 Prozent mehr

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Der Verdienst bei Tariflern steigt stärker als die Inflation. Beschäftigten bleibt somit mehr Geld im Portemonnaie.

(Foto: imago/Agentur 54 Grad)

In den ersten drei Monaten des Kalenderjahres 2018 verdienen Tarifbeschäftigte in Deutschland mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei steigen die Tarifverdienste sogar stärker als die Inflation im gleichen Zeitraum. Das stärkt die Kaufkraft und kurbelt den Konsum an.

Die Verdienste der Arbeiter und Angestellten mit Tarifvertrag sind zum Jahresauftakt weiter gestiegen. Durchschnittlich legten die Tarifverdienste im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,5 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Verbraucherpreise stiegen den Statistikern zufolge im selben Zeitraum um 1,6 Prozent - der Tariflohnanstieg lag damit über der Inflationsrate. Unter dem Strich behalten die Beschäftigten somit mehr Geld im Portemonnaie.

Je nach Branche bestehen bei der Entwicklung der monatlichen Tarifverdienste allerdings große Unterschiede: Am stärksten erhöhten sich die Tarifverdienste im ersten Quartal mit einem Plus von 3,7 Prozent im Bereich Erziehung und Unterricht. Im Gastgewerbe (plus 3,2 Prozent) und im Handel (plus 2,7 Prozent) fiel der Anstieg überdurchschnittlich aus.

Deutlich geringer stiegen die Tarifverdienste hingegen im Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens (plus 1, Prozent), sowie im Bereich der Finanz- und Versicherungsdienstleister (+ 1,3 Prozent). Auch in den Wirtschaftsbereichen der Wasserversorgung und Entsorgung (plus 0,9 Prozent), Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (+ 0,8 Prozent) sowie in der Energieversorgung (plus 0,5 Prozent) zeichneten sich deutlich geringere Anstiege ab.

Berücksichtigt wurden bei den Berechnungen für das erste Quartal die Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie etwa Einmalzahlungen oder Jahressonderzahlungen. Ohne diese lag der Anstieg bei den Tarifbeschäftigten in den ersten drei Monaten des Jahres bei 2,3 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten die Tarifverdienste im Schnitt um 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich zugelegt. Die Verbraucherpreise kletterten 2017 um 1,8 Prozent.

Quelle: ntv.de, mba/AFP/dpa