Wirtschaft

Netzagentur pocht auf Wettbewerb Tarifchaos an E-Ladesäulen soll bald enden

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Die Bundesnetzagentur will mehr Wettbewerb an E-Ladesäulen durchsetzen.

(Foto: imago images/Pius Koller)

Wer sein E-Auto aufladen will, muss akribisch recherchieren, um den preisgünstigsten Weg zu finden. In diesem Chaos will die Bundesnetzagentur nun durchgreifen. Künftig sollen die Kunden von einem "Wettbewerb direkt an jeder Ladesäule" profitieren.

Fahrer von Elektroautos sollen künftig an jeder öffentlichen Ladesäule frei zwischen den Tarifen verschiedener Anbieter wählen können. Wie der "Spiegel" vorab aus seiner neuen Ausgabe berichtet, will die Bundesnetzagentur regionale Stromversorger verpflichten, an eigenen Stationen auch die Ladetarife ihrer Wettbewerber anzubieten. Damit wolle die Aufsichtsbehörde einen "Wettbewerb direkt an der Ladesäule" schaffen.

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"Für die Nutzung der Infrastruktur sollen die Ladesäulenbetreiber dann von ihren Wettbewerbern ein angemessenes Entgelt erhalten", berichtet das Magazin unter Berufung auf ein entsprechendes Papier der Netzagentur. Demnach sollen die neuen Regeln ab April 2021 gelten, zuvor können sich die Anbieter in einem Konsultationsverfahren äußern.

Das Verfahren sei ein richtiger Schritt, um die "moderne Wegelagerei" an Ladestationen zu beenden, zitiert der "Spiegel" den Hamburger Ökostromanbieter Lichtblick. Dem Bericht zufolge nutzen Fahrer von Elektroautos bis zu sechs unterschiedliche Lade-Apps, der Preis für eine Aufladung variiert demnach "je nach Provider und eingesetztem Zahlungsmittel an ein und derselben Säule um mehr als hundert Prozent".

Quelle: ntv.de, cri/AFP

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