Wirtschaft

Deutlich mehr Gewinn erwartet Teamviewer gibt sich unerwartet optimistisch

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Teamviewer rechnet mit deutlich höheren Einnahmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Den Experten anrufen, der sich mithilfe einer Software dann auf den Problem-Rechner schalten kann. Das ist grob vereinfacht das Geschäftsmodell von Teamviewer. Und diese Arbeit ist lukrativ und soll im laufenden Jahr noch mehr abwerfen.

Der Göppinger Softwarekonzern Teamviewer hat 2019 mehr verdient und umgesetzt als erwartet. Zudem ist die auf Fernwartungssoftware spezialisierte Firma, die erst im vergangenen Dezember in den MDax- und TecDax aufgenommen wurde, profitabler geworden. Für das laufende Jahr hat sich die Gesellschaft weiteres Wachstum zum Ziel gesetzt und will kräftig in die neue Zentrale und das neue ERP-System investieren.

Die Einnahmen kletterten 2019 auf Basis vorläufiger Zahlen binnen Jahresfrist um die Hälfte auf 390 Millionen Euro. Beim Ergebnis nach Steuern schrieb Teamviewer schwarze Zahlen, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von mehr als zwölf Millionen Euro in der Bilanz stand. Nun blieben gut 111 Millionen Euro hängen. Das bereinigte Ebitda stieg um 51 Prozent auf 182,1 Millionen Euro. Die bereinigte Ebitda-Marge legte um 3,5 Punkte auf 56 Prozent zu.

Für das laufende Jahr rechnet Teamviewer damit, seine Geschäftsdynamik beizubehalten. Die Erlöse sollen in einer Spanne von 420 bis 430 Millionen Euro liegen. Das bereinigte Ebitda sieht die Gesellschaft zwischen 240 Millionen und 250 Millionen Euro.

Teamviewer rechnet mit Investitionen von rund 25 Millionen Euro. Die in Rechnung gestellten Leistungen (Billings) schätzt der Konzern auf 430 bis 440 Millionen Euro, nachdem sie 2019 um 41 Prozent auf 324,9 Millionen Euro zulegten.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ