Wirtschaft

BER verliert weiteren Manager Technikchef verlässt Problemflughafen

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Wilmsens letztes Projekt am BER: Die Fertigstellung von Terminal 2.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Mai 2020 verlässt der Technikchef Carsten Wilmsen die Berlin-Brandenburg Flughafengesellschaft. Der Rücktritt folgt damit auf zwei angekündigte Managerabgänge im kommenden Jahr. Ob Wilmsen es schafft, den Terminal 2 des BER bis dahin fertigzustellen, ist fraglich.

Die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft verliert eine weitere wichtige Führungskraft. Nach der Finanzchefin Heike Fölster nimmt Ende Mai auch Technikchef Carsten Wilmsen seinen Hut - auf eigenen Wunsch, wie das Unternehmen mitteilte. Wilmsen war erst im August 2018 nach Schönefeld gekommen. "Er möchte sich beruflich außerhalb der Luftverkehrsbranche weiterentwickeln", hieß es. Ob Wilmsen schon eine neue Aufgabe gefunden hat, blieb offen.

"Herr Wilmsen bleibt als Betriebsleiter Bau und Technik bis zur Baufertigstellungsanzeige des Terminal 2 - vertraglich für den 15. Mai 2020 zugesagt - an Bord und ist für dieses Projekt weiterhin voll verantwortlich", hieß es. Wilmsen sollte eigentlich auch den Ausbau des BER nach der geplanten Eröffnung im Oktober 2020 vorantreiben. Vorgesehen ist etwa ein drittes Terminal zwischen den beiden Start- und Landebahnen.

Beim Projekt Terminal 2 hatte es zuletzt Verzögerungen gegeben, möglicherweise wird es nicht zur geplanten Eröffnung des BER im Oktober 2020 fertig. Anders als die bisherigen Teile des BER baut die Flughafengesellschaft dieses Zusatzterminal nicht selbst. Es wird von der Firma Zech Bau schlüsselfertig erstellt. Finanzchefin Fölster wechselt Ende des Jahres zur Deutschen Bahn. Außerdem geht Personalchef Manfred Bobke-von Camen nächstes Jahr in Rente. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup braucht also drei neue Manager. Der Aufsichtsrat tagt wieder am 29. November.

Quelle: n-tv.de, jru/dpa

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