Wirtschaft

Am Tag der Deutschen Einheit Telefónica Deutschland startet 5G-Netz

Rund ein Jahr nach der Konkurrenz schaltet auch Telefónica Deutschland/O2 sein 5G-Netz an - zunächst in den fünf größten deutschen Städten. In den kommenden Jahren sollen Millionen Kunden rund 100 Mal schneller als bisher mobil surfen können.

Am 3. Oktober schaltet mit Telefónica Deutschland/O2 der gemessen an der Nutzerzahl größte deutsche Mobilfunkbetreiber sein Netz der fünften Generation an. Das Unternehmen wird den Betrieb nach eigenen Angaben zunächst symbolisch mit rund 150 5G-Stationen in fünf größten deutschen Städten - Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln - beginnen. Mit dem kommerziellen Start am 6. Oktober steht 5G dann als Produkt den O2-Kunden zur Verfügung.

O2 startet mit der aktuell branchenüblichen 5G-Maximalgeschwindigkeit von 300 MBit/s. Damit ist die Surf-Geschwindigkeit zunächst etwa 30 Prozent höher ist als im 4G-Netz. "Wir werden den Ausbau schnell vorantreiben und in den Städten schon bald eine Geschwindigkeit bieten, die etwa 100 Mal über der des 4G Standards liegt", sagte Telefónica-Chef Markus Haas ntv.de. Ende nächsten Jahres will Telefónica-Deutschland mehr als 2000 5G-Stationen im Netz haben. Bis zum Jahr 2022 sollen 16 Millionen Menschen vom 5G-Netz von O2 versorgt werden. Der Ausbau des flächendeckenden 5G-Netzes werde "viel schneller" gehen als bei den Netzen der Vorgängergenerationen, unter anderem, da die bereits vorhandenen Stationen dafür genutzt werden könnten.

Die Konkurrenten Vodafone und Telekom haben ihren 5G-Betrieb bereits im vergangenen Jahr aufgenommen. Haas sieht Telefónica dadurch nicht im Nachteil. Man starte jetzt, "weil jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist". Die großen Hersteller brächten gerade die entsprechenden Smartphones auf den Markt. Unter anderem wird bald das erste 5G-fähige iPhone erwartet. "Damit wird die neue Technik jetzt für unsere Kunden relevant."

O2 bietet bereits mehrere 5G-fähige Tarife an. Kunden, die die Tarife "Free Unlimited Smart" und "Max" sowie "Free L" und "Free Boost L" gebucht haben, können nach Haas' Angaben ohne Aufpreis im 5G-Netz surfen. Bestandskunden können im Rahmen ihrer Vertragsverlängerung in das Free Portfolio wechseln.

Quelle: ntv.de, mbo