Wirtschaft
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Mittwoch, 08. August 2018

Diskussion seit letzter Woche: Tesla-Aufsichtsrat prüft Börsenrückzug

Tesla-Chef Elon Musk löst Chaos an den Finanzmärkten aus, indem er ankündigt, sein Unternehmen von der Börse zu nehmen. Der Aufsichtsrat spielt das Szenario bereits seit einigen Tagen durch. Dabei geht es auch darum, wie dieser Rückzug bezahlt werden könnte.

Der Tesla-Aufsichtsrat prüft nach Angaben einiger seiner Mitglieder den Rückzug des Elektroauto-Pioniers von der Börse. Tesla-Chef Elon Musk habe den Vorschlag in der vergangenen Woche unterbreitet, teilten einige Mitglieder des Aufsichtsrats mit. Dabei sei es auch um eine Diskussion darüber gegangen, warum es im Interesse des Unternehmens sei, nicht mehr börsennotiert zu sein und wie ein derartiger Schritt finanziert werden könne.

Musk habe die Diskussion in der vergangenen Woche begonnen, unter anderem auch darüber, wie ein Rückzug von der Börse den langfristigen Interessen des Unternehmens besser dienen könnte. Der Vorstand habe sich in der vergangenen Woche "mehrmals" getroffen und ergreife die geeigneten nächsten Schritte, um einen Börsenabgang zu evaluieren, hieß es in einer Erklärung des Gremiums.

Musk erwägt nach eigenen Angaben, den Elektroauto-Pionier von der Börse zu nehmen. Er denke über einen solchen Schritt nach, twitterte der Firmengründer am Dienstag. Dabei brachte er einen Preis von 420 Dollar je Aktie ins Spiel, was einen Aufschlag von fast 23 Prozent zum Schlusskurs vom Montag bedeuten würde. Die Finanzierung eines solchen Vorhabens sei gesichert, erklärte er. Mit seinen Tweets hatte Musk ein großes Chaos an den Finanzmärkten angerichtet und einen zwischenzeitlichen Handelsstopp der Tesla-Aktie ausgelöst.

Der Abschied von der Börse sei seiner Meinung nach "der beste Weg nach vorne", schrieb Musk den Mitarbeitern seiner Firma in einer Rundmail, die Tesla veröffentlichte. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen. Die Aktien legten nach der Ankündigung um elf Prozent zu.

Quelle: n-tv.de