Wirtschaft

Notrufsystem kann ausfallen Tesla ruft Zehntausende neue Modelle zurück

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Betroffen sind die Autos des Baujahres 2022.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei den Tesla-Modellen 3 und Y kommt es immer wieder Softwarestörungen. Sowohl beim Notrufsystem als auch bei den Bremsen der Autos zeigen sich Mängel - unter anderem bei Fahrzeugen aus der neuen Fabrik in Grünheide. Auch coronabedingt kämpft Tesla mit etlichen Herausforderungen.

Beim US-Elektroautobauer Tesla gibt es wieder eine Rückrufaktion wegen einer Softwarestörung. Wie das Kraftfahrtbundesamt auf seiner Internetseite veröffentlichte, muss Tesla bei 59.129 Fahrzeugen der Modelle 3 und Y weltweit einen Softwarefehler beheben, der zum Ausfall des E-Call-Systems führt. Abhilfe soll eine Softwareaktualisierung des Herstellers schaffen.

Betroffen sind die Autos des Baujahres 2022. Teslas Modell Y wird in der neuen Fabrik in der Nähe von Berlin hergestellt, zudem in Fremont, Kalifornien, und in der Nähe von Shanghai. Das Kraftfahrtbundesamt kann einen Rückruf nur in Deutschland anordnen. Die deutsche Behörde hatte eine Störung im Notrufsystem der Autos festgestellt. Bei einem schweren Unfall sollte automatisch der Notruf 911 in den USA oder die entsprechende Notrufnummer in anderen Ländern angerufen werden.

Tesla musste in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Monaten etliche Rückrufe einleiten. Bei den meisten ging es um Software-Probleme, die über Updates behoben werden können. So kam es zu Fehlern beim Abtauen der Windschutzscheibe. Es drohte ein Ausfall des Warnsignals beim Fahren ohne Sicherheitsgurt, und auch beim Bremsen war auf die Software kein Verlass.

Produktionsausfälle in Shanghai

Auch in Shanghai wurde Tesla kürzlich vor etliche Herausforderungen gestellt. Nach coronabedingten Produktionsausfällen ist die Serie von Quartalsrekorden bei den Auslieferungen gebrochen. Der Elektroauto-Hersteller brachte im zweiten Vierteljahr 254.695 Fahrzeuge zu den Kunden. Im ersten Quartal waren es noch gut 310.000 gewesen.

Tesla verwies auf "Herausforderungen in der Lieferkette" und Werksschließungen, auf die das Unternehmen keinen Einfluss habe. Im Vergleich zum zweiten Quartal des vergangenen Jahres mit gut 201.000 ausgelieferten Wagen gab es jetzt immer noch einen Zuwachs. Tesla-Chef Elon Musk hatte sich zuletzt zuversichtlich gezeigt, dass im weiteren Jahresverlauf die Produktion wieder anziehen werde. Den Großteil der Auslieferungen machen nach wie vor die Modelle 3 und Y aus.

Quelle: ntv.de, can/rts

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