Wirtschaft

Milliardenerlös mit Zertifikaten Tesla verkauft US-Emissionsrechte

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Tesla soll seit 2010 mit dem Verkauf von Emissionsrechten rund zwei Milliarden Umsatz erzielt haben.

(Foto: picture alliance / Jens Kalaene/)

Nicht nur in Europa, auch in den USA stehen schärfere Emissionsregeln ins Haus. Das zwingt die Autokonzerne zu Verhandlungen mit der Konkurrenz. Berichten zufolge kaufen GM und Fiat Chrysler bei Tesla ein. Ein "probates Mittel", heißt es von Fiat Chrysler dazu.

Um sich trotz vieler Fahrzeugmodelle mit schwacher Umweltbilanz für strengere Abgasvorschriften zu rüsten, haben General Motors (GM) und Fiat Chrysler offenbar US-Emissionsrechte von Tesla bezogen. GM und Fiat Chrysler hätten diese Deals schon früher in diesem Jahr offengelegt, schrieb der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf entsprechende Dokumente, die im US-Bundesstaat Delaware eingereicht wurden.

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Die Unterlagen enthielten zwar nicht viele Details, es sei jedoch das erste Mal, dass Autohersteller einräumten, sich zum Erreichen strikterer US-Umweltgesetze an einen Vorreiter des abgasfreien Fahrens wie Tesla zu wenden, heißt es in dem Bericht. Der Elektroautobauer wiederum habe seit 2010 fast zwei Milliarden Dollar Umsatz durch den Verkauf von Emissionszertifikaten gemacht. Hersteller, die weniger E-Autos im Angebot haben, können ihre Klimabilanz aufbessern, indem sie die der Konkurrenz zugewiesenen Abgasrechte aufkaufen.

Fiat Chrysler: ein probates Mittel

Ein GM-Sprecher bestätigte das Vorgehen und erklärte, der Konzern wappne sich damit für "künftige regulatorische Unsicherheiten". Bei Fiat Chrysler hieß es, so lange die US-Umweltvorschriften nicht mit der Nachfrage nach Autos auf dem Markt in Einklang stünden, sei der Kauf solcher Zertifikate ein probates Mittel. GM und Fiat Chrysler sind in den USA schon länger vor allem mit schweren SUV's und Pickup-Modellen erfolgreich, deren Verbrennungsmotoren vergleichsweise viel Sprit verbrauchen und entsprechend umfangreich Abgase ausstoßen.

Tesla äußerte sich zunächst nicht zu den Deals mit GM und Fiat Chrysler. Im April war bereits durch einen Bericht der "Financial Times" ein geplantes CO2-Handelsabkommen des Unternehmens von Tech-Milliardär Elon Musk in Europa bekanntgeworden. Demnach wollte der italienisch-amerikanische Hersteller Fiat Chrysler dem E-Autobauer Tesla Hunderte Millionen Euro zahlen, um die E-Autos der US-Firma in seine Fahrzeugflotte einrechnen und so künftige EU-Abgasvorschriften erfüllen und Strafen verhindern zu können.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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