Wirtschaft

Verkaufseinbrüche im Juli Tesla verliert in China an Boden

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Tesla sieht sich in China mit wachsenden Problemen konfrontiert.

(Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

Die Konkurrenz für Tesla in China wächst. Gleichzeitig leidet der Elektro-Autobauer unter einer Reihe von Negativschlagzeilen. Zahlen deuten jetzt darauf hin: Im Juli verkaufte das Unternehmen im Vergleich zum Vormonat deutlich weniger Autos.

Der Elektrobauer Tesla hat in China mit Verkaufseinbrüchen zu kämpfen. Laut einem Bericht der China Car Passenger Association (CPCA) deuten aktuelle Zahlen darauf hin, dass das Unternehmen auf dem weltweit größten Markt für herkömmliche und elektrische Fahrzeuge an Boden verliert.

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Im Juli sind die Verkäufe von Tesla in China demnach im Juli auf 8621 Fahrzeuge gesunken. Das entspricht nach Einschätzung der Handelsgruppe einem Rückgang von fast 70 Prozent gegenüber dem Monat Juni. Im Gegenteil dazu stieg der Export von Fahrzeugen, die in Shanghai gebaut wurden, im Juli sprunghaft auf 24.347 Fahrzeuge an, verglichen mit 5017 noch im Juni. Das bedeutet, dass der Gesamtabsatz von in China gebauten Teslas insgesamt um weniger als ein Prozent zurückgegangen ist.

Tesla sieht sich in China mit wachsenden Problemen konfrontiert. Einerseits hat das Unternehmen mit der zunehmenden Konkurrenz durch chinesische Elektroautohersteller zu kämpfen. Andererseits leidet der E-Autobauer unter einer Reihe von Negativschlagzeilen. Auf der diesjährigen Autoshow in Shanghai wurden etwa Kritik an der Qualität der Fahrzeuge laut und verschiedene Sicherheitsmängel beklagt.

CNN Business zitiert einen Analysten, der zu den schärfsten Kritikern des Unternehmens gehört: Demnach entfielen im Juli nur 3,9 Prozent der Verkäufe von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen in China auf Tesla, gegenüber 12,6 % im Juni. "Insgesamt scheint es nun klar zu sein, dass Tesla die chinesischen Kapazitäten im Vergleich zur inländischen Nachfrage überschätzt hat, was zu weiteren Preissenkungen und Margendruck führen wird", zitiert die Webseite Johnson. "Angesichts der Tatsache, dass China angeblich Teslas 'Wachstumsmarkt' ist, sollten diese Zahlen jeden Tesla-Bullen beunruhigen."

Die Anleger von Tesla schienen jedoch von dem Umsatzrückgang unbeeindruckt zu sein, die Aktien fielen am Dienstag um weniger als ein Prozent. Nach ähnlichen schwachen Berichten der CPCA im April und Mai hatten die Kurse wesentlich deutlicher nachgegeben. "Ich denke, dass die Anleger von Monat zu Monat weniger empfindlich auf die China-Zahlen reagieren", zitiert CNN Business den Tech-Analysten Dan Ives von Wedbush Securities. "Letztendlich sind sie nicht der beste Indikator für den Erfolg von Tesla, wie wir im zweiten Quartal gesehen haben. Aber Ives sagte, wenn sich Teslas Verkäufe in China nicht verbessern, könnte das Unternehmen in Zukunft ernsthafte Probleme bekommen.

Quelle: ntv.de, jki

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