Wirtschaft

Japaner trotzen Branchenkrise Toyota überrascht mit Rekordgewinn

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Toyota feiert das stärkste zweite Quartal seit vier Jahren.

(Foto: picture alliance / dpa)

Anders als viele Konkurrenten zeigt sich Autobauer Toyota robust. Neue Modelle und eine gesteigerte Nachfrage bescheren dem japanischen Konzern glänzende Quartalszahlen. Besonders in China und den USA brummen die Geschäfte.

Toyota trotzt als einer der wenigen Autokonzerne der weltweit grassierenden Branchenkrise. Der operative Gewinn kletterte im Zeitraum Juli bis September um 14 Prozent auf 662 Milliarden Yen, umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro, wie der größte japanische Autobauer mitteilte. Nach Angaben des Unternehmens war es das stärkste zweite Quartal seit vier Jahren. Damit fuhr der VW-Rivale in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordgewinn ein. Der Nettogewinn erhöhte sich im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent auf 1,27 Billionen Yen, rund 10,5 Milliarden Euro.

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Dabei profitierte der Konzern von weltweit kräftig gestiegenen Verkaufszahlen und verbesserte seine Ertragskraft vor allem in Nordamerika. Auch in China, wo anderen Herstellern der Handelsstreit mit den USA zu schaffen macht, steigerte sich Toyota dank neuer Modelle.

Die vor wenigen Monaten gedämpften Gewinnaussichten bekräftigte der Vorstand um Konzernchef Akio Toyoda, senkte aber das Absatzziel für das bis Ende März 2020 laufende Geschäftsjahr um 30.000 Einheiten auf 10,7 Millionen Fahrzeuge.

Toyota legt vor allem in China zu

Weltweit schlug Toyota zwischen Juli und September 2,75 Millionen Fahrzeuge los, ein Viertel mehr als im vorangegangenen Jahr. Dabei kletterten die Verkäufe in Nordamerika, Toyotas größtem Absatzmarkt, um 5,6 Prozent. "Die neuen Modelle des RAV4 und des Corolla sowie des Camry wurden in Nordamerika gut angenommen, so dass wir die Verkaufsanreize senken konnten", sagte Kenta Kon, der fürs operative Geschäft zuständig ist.

In Asien steigerte sich Toyota um 3,4 Prozent und weitete dabei seinen Absatz vor allem in China aus. Dort kamen die aktualisierten Limousinen Levin, Avalon und Camry sowie die ES- Modelle der Marke Lexus bei der Kundschaft gut an.

Angesichts der hohen Barmittel kündigte Toyota an, bis Ende März eigene Aktien im Wert von bis zu 1,8 Milliarden Dollar beziehungsweise 34 Millionen Stück zurückzukaufen. Dadurch sollen die Anteilseigner von einem steigenden Aktienkurs profitieren.

Quelle: n-tv.de, jpe/rts

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