Wirtschaft

Zölle auf alle China-Importe? Trump geht mit Plan B ins Treffen mit Xi

Was droht der Welt im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit? Seit Monaten überziehen sich China und die USA gegenseitig mit Strafzöllen. Kurz vor dem G20-Gipfel kommt neue Unruhe auf. Plant der US-Präsident bereits die nächste Breitseite?

Die USA erwägen einem Medienbericht zufolge Strafzölle gegen alle verbleibenden Waren aus China, die bislang noch nicht von Einfuhrbeschränkungen betroffen sind, sollte das bevorstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Kollegen Xi Jinping keine Entspannung im Handelsstreit bringen. Die Maßnahmen könnten dann Anfang Dezember erlassen werden, berichtete Bloomberg unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen in Washington.

Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen, hieß es. Die US-Behörden bereiteten sich jedoch auf dieses Szenario vor. Eine mit den Überlegungen der US-Regierung vertrauter Insider erklärte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters, es könne tatsächlich bald eine Bewegung hin zu weiteren Zöllen geben.

Die Hinweise auf Vorbereitungen für einen möglicherweise schon bald verschärften Kurs in der internationalen Handelspolitik löste an der Wall Street Aufsehen aus. Händlern zufolge belasteten die Aussichten die Stimmung im Aktienhandel. Der New Yorker Dow-Jones-Index setzte die Abwärtsfahrt der vergangenen Wochen fort und schloss knapp ein Prozent im Minus bei 24.442 Punkten. Der Bericht, hieß es, habe die Hoffnung auf eine Kurserholung zerstört.

G20-Gipfel in Buenos Aires

US-Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders erklärte zu den Spekulationen um eine neuerliche Zoll-Breitseite Trumps, sie wolle dem Treffen beiden Männer nicht vorgreifen. "Ich hoffe, es verläuft gut." Eine weitere Regierungssprecherin erklärte, es gebe "gegenwärtig nichts Neues" bezüglich der Maßnahmen gegen China.

Trump und Xi sollen sich am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires treffen, das vom 30. November bis 1. Dezember stattfindet. Die USA und China überziehen sich seit Monaten in einem Handelskonflikt mit Zöllen und Gegenzöllen.

Quelle: ntv.de, bad/rts