Wirtschaft

Videokonferenz reicht Trump sagt G7-Treffen in Camp David ab

131127315.jpg

Trump wollte die Konferenz zuerst in einem seiner Hotels stattfinden lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

US-Präsident Donald Trump bläst das G7-Treffen in Camp David ab. Zu groß ist der Aufwand in einer Zeit, in der alle Ressourcen zur Krisenbekämpfung gebraucht werden. Stattdessen wollen sich die Staatschefs per Videoschalte besprechen.

Die US-Regierung hat das im Juni in den USA geplante Gipfeltreffen sieben führender Wirtschaftsnationen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Anstatt eines Treffens in Camp David bei Washington soll es eine Videokonferenz geben, erklärte das Weiße Haus am Donnerstagabend (Ortszeit). Präsident Donald Trump werde darüber hinaus auch im April und Mai mit seinen Kollegen der G7-Staaten per Videokonferenz das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie besprechen, hieß es weiter.

Zur Vorbereitung des Gipfeltreffens wäre in den Regierungszentralen viel Geld, Energie und Personal aufgewendet worden, das derzeit besser für die Bekämpfung der Covid-19-Epidemie eingesetzt sei, sagte ein Beamter der US-Regierung. Die Staatenlenker der G7-Nationen würden sich weiterhin eng abstimmen, um die Gesundheit ihrer Bevölkerung und das Wohl der Weltwirtschaft zu sichern, so der Beamte weiter.

*Datenschutz

Trump hatte im vergangenen Jahr zunächst erklärt, den G7-Gipfel in einem seiner Hotels in Miami abhalten zu wollen. Die Entscheidung stieß jedoch auf viel Kritik. Ihm wurde vorgeworfen, seine eigenen Liegenschaften für offizielle Zwecke zu nutzen und damit finanziell von seiner Präsidentschaft zu profitieren. Trump lenkte daraufhin ein und schlug als Alternative den Landsitz der US-Regierung, Camp David, vor. Trump ist 2020 Gastgeber des G7-Gipfels und konnte damit den Ort auswählen. Das Treffen sollte vom 10. bis 12. Juni stattfinden.

In den USA ist die Zahl der Corona-Fälle zuletzt deutlich gestiegen, die Zahl der bestätigen Infektionen liegt dort inzwischen bei fast 10.800. Zum Schutz gegen die Ausbreitung des Virus verhängte die US-Regierung weitreichende Einreiseverbote.

Quelle: ntv.de, ino/dpa