Wirtschaft

"Will jetzt nicht verhandeln" Trump sagt Handelsgespräche mit China ab

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Die Corona-Krise verschärft die Spannungen zwischen den USA und China noch einmal.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Januar kommt Bewegung in den Handelsstreit zwischen den USA und China. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt legen ihre monatelangen Streitigkeiten bei, vereinbaren Zugeständnisse, deren Einhaltung nun eigentlich überprüft werden sollte. Doch daraus wird nichts. US-Präsident Trump will nicht.

Die USA haben geplante Gespräche mit China zur Überprüfung der erzielten Fortschritte seit dem Abschluss eines Teilhandelsabkommen im Januar bis auf Weiteres abgesagt. Das erklärte US-Präsident Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt in der Stadt Yuma im südwestlichen Bundesstaat Arizona.

Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie, die ihren Ursprung um den Jahreswechsel in China genommen hatte, sagte Trump: "Ich will jetzt nicht mit ihnen verhandeln. Nach dem, was sie diesem Land und der Welt angetan haben, will ich jetzt nicht mit China sprechen."

Wurden Zusagen eingehalten?

Die ursprünglich für das vergangene Wochenende angesetzten Gespräche sollten unter anderem prüfen, inwieweit sich die Vertragspartner an die von ihnen im Januar gemachten Zusagen halten. Peking hatte in dem Abkommen eine deutliche Erhöhung seiner Importe aus den USA versprochen, unter anderem von landwirtschaftlichen Produkten. Beobachtern zufolge hat Peking seine Ziele bislang nicht erfüllt, unter anderem wohl auch wegen der Corona-Krise.

Die Beziehung der beiden Länder hat infolge der Pandemie - die in den USA eine schwere Wirtschaftskrise ausgelöst hat und Trumps Wiederwahl im November gefährden könnte - einen neuen Tiefststand erreicht.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts