Wirtschaft

Auch Yellen noch im Rennen Trump sieht drei Bewerber an Fed-Spitze

91f8e66302d313bc08224a54f2e82a34.jpg

Angeblich will US-Präsident Trump den Fed-Direktor Jerome Powell befördern.

(Foto: AP)

In Kürze will US-Präsident Trump bekannt geben, wer künftig die Leitung der US-Notenbank übernimmt: Nun benennt er die drei Kandidaten mit den besten Chancen. Zwar ist auch Amtsinhaberin Janet Yellen darunter - doch Trumps Favorit ist wohl ein anderer.

Bei der Suche nach einem neuen Chef der US-Notenbank zieht Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben die Bewerber Jerome Powell und John Taylor sowie Amtsinhaberin Janet Yellen in Betracht. Zwar würden "die meisten Leute" sagen, dass es auf Powell oder Taylor hinauslaufe, sagte Trump dem Fox Business Network. Aber er schätze Yellen sehr und erwäge alle drei Kandidaten für das Amt. Insgesamt gibt es fünf Bewerber für den Posten.

075fbc3affa37ab5a70acbc3a8a39d27.jpg

Jerome Powell hat angeblich beste Chancen, Nachfolger von Janet Yellen zu werden.

(Foto: AP)

Seit längerem wird über Fed-Direktor Powell als möglichem Bewerber gesprochen. Laut der Zeitung "Politico" neigt Trump dazu, ihn zu nominieren. Der Jurist und frühere Investmentbanker hat in dem Führungsgremium als einziger Vertreter ein republikanisches Parteibuch. Für ihn spricht auch die Erfahrung als Direktor: Powell sitzt bereits seit 2012 im Fed-Führungsgremium.

John Taylor ist Stanford-Ökonom und hat eine Regel entwickelt, mit der sich die Geldpolitik nach seiner Ansicht "verlässlich, transparent und berechenbar" steuern lässt. Auch wenn er in der Fachwelt einen tadellosen Ruf genießt, läuft praktisch die gesamte Führungsetage der Notenbank Sturm gegen die "Taylor-Rule" als einzige geldpolitische Richtschnur. Diese hat jedoch unter manchen Republikanern im Kongress ihre Befürworter.

Yellen zum Mittagessen im Weißen Haus

Yellens Amtszeit läuft Anfang Februar ab. In den kommenden Tagen soll Trump seine Entscheidung bekanntgeben, wer künftig die US-Notenbank leiten soll. Yellen und ihr Mitbewerber Gary Cohn hatten sich am Freitag zu einem gemeinsamen Mittagessen im Weißen Haus getroffen. Der Termin sei "nichts Besonderes", sagte ein Mitarbeiter des US-Präsidialamts. Die Amtsinhaberin und der Wirtschaftsberater Trump speisten "von Zeit zu Zeit" zusammen.

Yellen und Cohen haben sich nach Angaben der US-Notenbank Fed seit Februar etwa einmal im Monat zum Mittagessen verabredet. Die Nachricht von dem Treffen lastete am Freitag vorübergehend auf US-Staatsanleihen. Yellen hatte zuletzt am Donnerstag im Weißen Haus mit Trump gesprochen. Nach Informationen aus Kreisen im Weißen Haus hat sich Trump offenbar aber noch nicht festgelegt: "Ich denke, er neigt noch keinem Kandidaten zu", sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Quelle: n-tv.de, jug/rts

Mehr zum Thema