Wirtschaft

Kryptowährungen haben es schwer Türkei verbietet Zahlungen mit Bitcoin

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Derzeit kostet ein Bitcoin rund 60.000 US-Dollar - etwa doppelt so viel wie zu Jahresbeginn und sechsmal so viel wie im vergangenen Herbst.

(Foto: REUTERS)

Krypto-Fans in der Türkei sichern sich mit Digitalwährungen unter anderem auch gegen eine schwache Lira und eine hohe Inflation ab. Doch laut der landeseigenen Notenbank gehen von Bitcoin und Co zu hohe Gefahren aus. Zahlungsabwicklungen und Transfers sind deswegen schon bald untersagt.

Die türkische Zentralbank verbietet Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Der Handel mit digitalen Währungen und das Bezahlen damit führe möglicherweise zu "irreparablen" Schäden, erklärte die Behörde.

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Zuletzt hatten immer mehr Geschäfte in der Türkei Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert. Ein Bitcoin verbilligte sich um rund drei Prozent auf 61.490 Dollar. Der Kurs war in den vergangenen Monaten von einem Rekord zum nächsten gejagt, und viele Experten warnen vor einer Blase. Auch Aktien von Firmen, die mit Kryptowährungen zu tun haben, kamen unter Druck.

Betroffen von der neuen Regel, die ab Ende April gelten soll, seien direkte und indirekte Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen, schrieb die Zentralbank in ihrem Amtsblatt. Kryptowährungen unterlägen keiner Regulierung und Aufsicht durch eine Notenbank und haben daher hohe Risiken. Die Nutzung des digitalen Gelds könne bei Konsumenten und Händlern zu Verlusten führen.

Zudem hat die Zentralbank Sorge, dass durch Cyberdevisen die Türkische Lira weiter unter Druck gerät. Sie hat in den vergangenen Jahren deutlich an Wert verloren. Vor wenigen Tagen hatte der Autohändler Royal Motors, der Rolls-Royce und Lotus-Wagen in der Türkei vertreibt, Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Weltweit sind Apple, Amazon und der Online-Reiseanbieter Expedia schon länger so weit. Auch der Elektroautobauer Tesla nimmt Kryptowährungen beim Bezahlen an.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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