Wirtschaft

"Wir brauchen Deutschland" Türkei wirbt um Wirtschaftshilfe

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Reaktion auf schwächelnde türkische Wirtschaft.

(Foto: dpa)

Es ist noch nicht lange her, dass der türkische Staatschef Erdogan Deutschland mit Nazi-Vorwürfen überschüttet hat. Nach dem Referendum erinnert man sich in Ankara nun an die Wichtigkeit der ökonomischen Beziehungen zu Berlin.

Wenige Wochen nach den Nazi-Vorwürfen von Präsident Recep Tayyip Erdogan gegen Deutschland buhlt die Türkei wieder um deutsche Wirtschaftshilfe. "Ich denke, dass die Zeit kommen muss, zu einer Normalität in den Beziehungen zurückzukehren", sagte der türkische Vize-Regierungschef und Finanzminister Mehmet Simsek der "Bild"-Zeitung.

Beim Treffen der G20-Finanzminister in Washington sei bereits wieder über Möglichkeiten diskutiert worden, der angeschlagenen türkischen Wirtschaft auf die Beine zu helfen. "Dafür brauchen wir Deutschland", sagte Simsek dem Blatt.

Das einst rasante türkische Wachstum hatte sich zuletzt stark abgeschwächt. Der gescheiterte Militärputsch vom 15. Juli und die folgenden politischen Turbulenzen haben bei Investoren für Unsicherheit gesorgt. Eine Reihe blutiger Anschläge haben zudem ausländische Besucher abgeschreckt und den Tourismus einbrechen lassen, der früher für fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufkam.

Das Wachstum fiel 2016 mit 2,9 Prozent zwar besser aus als erwartet, doch wurde zur Berechnung eine neue, bei Ökonomen umstrittene Methode verwendet. Die Arbeitslosigkeit stieg 2016 auf 10,9 Prozent, die türkische Lira verlor seit dem Putschversuch massiv an Wert.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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