Wirtschaft

Trotz Reisewarnung Tui bietet wieder Flüge auf die Kanaren an

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Das Auswärtige Amt hatte seine Reisewarnung für die Kanarischen Inseln Anfang September verhängt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen der Corona-Pandemie rät die Bundesregierung derzeit von Reisen auf die Kanarischen Inseln ab. Trotzdem nimmt der Tourismuskonzern Tui die Inselgruppe nun wieder ins Programm. Die Kunden sollen selbst entscheiden, ob sie die Reise antreten wollen oder nicht, lautet das Argument.

Trotz der Reisewarnung der Bundesregierung bietet Tui ab dem kommenden Wochenende wieder Reisen zu den Kanarischen Inseln an. Die Kunden sollen bei den Pauschalreisen selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Coronavirus-Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, wie Tui-Deutschlandchef Marek Andryszak in den Zeitungen der Funke Mediengruppe ankündigte.

Er gehe fest davon aus, "dass viele Kunden dies genau abwägen werden". Aber aufgrund der Möglichkeit, sich testen zu lassen, erwarte er, "dass viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden", sagte Andryszak. Er betonte, damit stelle sich Europas größter Tourismuskonzern nicht gegen die Bundesregierung. Bei den Reisewarnungen handele es sich schließlich nicht um Reiseverbote, sondern nur um Empfehlungen, vorsichtig zu sein.

"Und genau dieser Empfehlung folgen wir", betonte der Tui-Deutschlandchef. Derzeit liege auf drei der Kanarischen Inseln die Zahl der Corona-Infektionen wieder unter der Schwelle von 50 pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Auch seien überwiegend die Inselhauptstädte von der Pandemie betroffen, während die Touristengebiete sehr viel weniger Fälle hätten.

Mit den Angeboten trotz Reisewarnungen wolle Tui den Kunden wieder mehr Sicherheit bei ihren Urlaubsplanungen geben, sagte Andryszak. Sie könnten weiter von der Reise zurücktreten oder umbuchen. "Aber wer fliegen möchte: Wir sind am Start", betonte er. Das Auswärtige Amt hatte seine Reisewarnung für die Kanarischen Inseln Anfang September verhängt.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP