Wirtschaft

Tesla-Aktie stürzt ab Tweets kosten Musk 12 Milliarden Dollar

Elon Musk verfolgt den angestrebten Kauf von Twitter erst mal nicht weiter.

Twitter hatte Ende April der Übernahme durch Musk und damit seinem "besten und letzten Angebot" zugestimmt.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

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Seitdem Tesla-Chef Elon Musk seinen Milliarden-Deal für den Kauf von Twitter unterbreitet hat, fällt der Tech-Milliardär immer wieder mit polarisierenden Aussagen auf. Seine neuesten Äußerungen sorgen nicht nur für Unverständnis, sondern haben auch prompt Auswirkungen auf sein Vermögen.

Tech-Milliardär Elon Musk hat nicht nur angekündigt, in Zukunft lieber die Republikaner wählen zu wollen. Der Tesla-Gründer verunglimpfte den Aktienindex S&P 500 ESG für nachhaltige Investments und bezeichnete ihn per Tweet als "Betrug". Die Tesla-Aktien stürzten derweil um knapp sieben Prozent ab und damit auf den tiefsten Stand dieses Jahres. Damit schrumpfte das Vermögen von Musk "Bloomberg" zufolge um mehr als 12 Milliarden Dollar.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 681,79

Zuvor war der Elektroautobauer sehr zum Missfallen des Firmenchefs aus diesem Aktienindex gestrichen. ESG steht für Environmental, Social and Governance. Unter dieser Abkürzung werden von der Finanzindustrie Geldanlagen angeboten, bei denen Kriterien wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung stärker berücksichtigt werden sollen.

So richtig rund läuft es derzeit nicht für Musk. Nach Information von "Bloomberg" hat er bereits 49 Milliarden Dollar verloren, seit er im vergangenen Monat ein Angebot für den Kauf von Twitter unterbreitet hat. Musk hatte ein Twitter-Aktienpaket erworben und sich später mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf die komplette Übernahme zum Preis von rund 44 Milliarden Dollar geeinigt. Mittlerweile wirft er Twitter aber vor, falsche Angaben zur Zahl von Fake- und Bot-Accounts zu machen. Das schickte die Twitter-Aktie auf Talfahrt. Völlig unklar ist, ob Musk nun versucht, den Preis zu drücken oder den Boden für einen Ausstieg auf dem Deal bereit.

Die Kursverluste von Tesla und Twitter in den vergangenen Wochen sind einerseits darauf zurückzuführen, dass der Markt insgesamt eingebrochen ist. Andererseits sorgen sich einige Tesla- und Twitter-Aktionäre aber auch darüber, wie Musk sein Angebot für den Social-Media-Riesen überhaupt finanzieren will.

Twitter hatte Ende April der Übernahme durch Musk und damit seinem "besten und letzten Angebot" zugestimmt. Musk will das 16 Jahre alte Unternehmen von der Börse nehmen. Insidern zufolge hat dieser bei den Finanzierungsgesprächen mit Banken bereits erklärt, er wolle neue Wege finden, um mit Tweets Geld zu verdienen.

Zuletzt hatte Musk um die Übernahmekosten gefeilscht. "Man kann nicht den gleichen Preis für etwas zahlen, das viel schlechter ist als behauptet", sagte der Tesla-Chef auf einer Konferenz in Miami mit Blick auf die mutmaßlich höhere Zahl von Twitter-Konten, hinter denen keine realen Menschen stehen. Musk erklärte daraufhin, der Deal werde so lange nicht voranschreiten, bis Twitter-Chef Parag Agrawal öffentlich nachweise, dass weniger als fünf Prozent der Nutzerkonten Spam- und Falschkonten sind. Sollte Musk bei der Twitter-Übernahme letztlich doch eine Kehrtwende vollziehen, muss er eine Strafgebühr in Höhe von einer Milliarde Dollar zahlen.

Quelle: ntv.de, jki/dpa/rts

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