Wirtschaft

Begeisterung bei Anlegern Twitter hofft erstmals auf schwarze Zahlen

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Das Twitter-Logo an einer Hausfassade in San Francisco.

(Foto: dpa)

Jedes Quartal aufs Neue fährt Twitter rote Zahlen ein. Doch nach vielen verlustreichen Jahren scheint sich die neue Strategie auszuzahlen: Der erste Gewinn ist in Sichtweite. An der Börse schießen die Kurse nach oben.

Twitter stellt für das vierte Quartal die Trendwende in Aussicht: Es sei möglich, erstmals einen Gewinn (nach GAAP-Rechnungslegung) einzufahren, kündigte der Kurznachrichtendienst an. Anleger reagierten begeistert: Die Aktie sprang vorbörslich um 8 Prozent, im frühen Handel legte sie sogar um etwa 15 Prozent zu.

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Twitter steht seit Jahren im Schatten von Technologiekonzernen wie Google und Facebook, die das Unternehmen beim Kampf um Werbekunden deutlich in den Schatten stellen. Twitter-Chef Jack Dorsey, der den Konzern 2006 gegründet hat, setzte zuletzt fast überall den Rotstift an und suchte zugleich nach neuen Erlösquellen wie der Lizenzierung von Daten.

Dies scheint sich langsam auszuzahlen. Im dritten Quartal verringerte sich der Nettoverlust auf 21 Millionen von 103 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz hingegen fiel erneut um vier Prozent auf 590 Millionen Dollar. Twitter begründete den Rückgang mit der Abwicklung der Plattform TellApart, die sich als Flop entpuppt hatte. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer hingegen kletterte zum Vorquartal um 4 Millionen auf 330 Millionen.

Vor allem die stärkere Nutzung von E-Mails und Push-Nachrichten, um Mitglieder auf interessante Tweets hinzuweisen, habe sich positiv bemerkbar gemacht. "Wir sind stolz darauf, dass die Verbesserungen, die wir am Produkt machen, täglich Menschen zu Twitter zurückbringen", sagte Dorsey, der auch den mobilen Bezahldienst Square führt. Zuletzt setzte das Unternehmen verstärkt auf die zeitgleiche Übertragung von Konzerten, Sportveranstaltungen und Pressekonferenzen. Zudem wird erwogen, das Maximum von 140 Zeichen für einen Tweet aufzuheben. Entsprechende Tests laufen.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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