Wirtschaft
Nicht der eifrigste - aber sicherlich einer der relevantesten Twitterer: US-Präsident Donald Trump.
Nicht der eifrigste - aber sicherlich einer der relevantesten Twitterer: US-Präsident Donald Trump.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 25. April 2018

Nutzerzahl wächst: Twitter verdient zum zweiten Mal Geld

Jahrelang reihen sich bei Twitter die Quartalsverluste aneinander. Doch nun scheint das Unternehmen die Kurve bekommen zu haben. Außerhalb der USA steigt die Zahl der Nutzer und ein Staatschef hält die Firma konstant in den Nachrichten.

Der bis vor kurzem chronisch verlustreiche Kurznachrichtendienst Twitter hat sich im zweiten Quartal in Folge in den schwarzen Zahlen gehalten - und die Anleger sind begeistert. Die Zahlen lagen über den Erwartungen und auch das Wachstum der monatlich aktiven Nutzer war gut.

Im Schlussquartal 2017 hatte Twitter mit einem Gewinn von 91 Millionen Dollar zum ersten Mal überhaupt schwarze Zahlen geschrieben. Nun blieben unter dem Strich blieben beim Kurznachrichtendienst rund 61 Millionen US-Dollar. Vor einem Jahr hatte sich der Verlust noch auf 61,6 Millionen Dollar belaufen. Der Umsatz stieg um mehr als ein Fünftel auf 665 Millionen Dollar. Hier hatten die Marktbeobachter Twitter lediglich 608 Millionen Dollar zugetraut.

Dazu trug auch bei, dass Twitter nun einen spürbaren Zuwachs bei der Nutzerzahl verbuchen konnte. Mindestens einmal im Monat waren 336 Millionen Nutzer aktiv - in den vorherigen drei Monaten hatte die Zahl noch bei 330 Millionen stagniert. Im Ringen um Werbekunden setzte der Kurznachrichtendienst zuletzt auf die Internationalisierung seines Anzeigengeschäfts und fokussierte sich auf das Nutzerwachstum außerhalb des Heimatmarktes. Dies zahlte sich nun aus. Die vielbeachteten Tweets des US-Präsidenten Donald Trump haben dem Dienst zudem viele Schlagzeilen beschert.

Auch im Gesamtjahr 2018 will die von Jack Dorsey gegründete Firma profitabel sein. An der Wall Street wurden die Zahlen gut aufgenommen. In diesem Jahr hat das Papier bislang fast 27 Prozent gewonnen. Spätestens seit dem Datenskandal bei Facebook ist der gesamte Technologiesektor unter Beobachtung - wegen Problemen mit dem Datenschutz und Hassbotschaften von Nutzern. Twitter kündigte nun an, seine Belegschaft um 10 bis 15 Prozent aufzustocken, um schärferen Vorgaben Rechnung zu tragen.

Quelle: n-tv.de