Wirtschaft

Börsengang in Hongkong US-Bierriese will Milliarden einsammeln

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Ursprünglich hatte Anheuser-Busch Erlöse von knapp zehn Milliarden Dollar angestrebt.

(Foto: imago images / Belga)

Trotz schwächelnder Weltwirtschaft und politischen Spannungen durch Angriffe auf saudische Ölanlagen hält der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch am Börsengang in Hongkong fest. Der Hersteller von Beck's, Budweiser und Co. erhofft sich mehrere Milliarden Dollar.

Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev (AB InBev) hat den Startschuss für den weltweit zweitgrößten Börsengang in diesem Jahr gegeben. Die Aktienplatzierung des Asiengeschäfts an der Börse Hongkong soll bis zu 6,6 Milliarden Dollar einbringen, wie das belgische Unternehmen mitteilte. Geplant ist der Gang aufs Parkett für Ende September. Die Budweiser Brewing Company Apac wird durch die Transaktion mit bis zu 50,7 Milliarden Dollar bewertet.

Die Bedingungen an den Märkten seien zwar herausfordernd, aber von potenziellen Investoren gebe es positives Feedback, sagte Budweiser-Apac-Chef Jan Craps. Der Bierbrauer traut sich in einem schwierigen Umfeld an den Kapitalmarkt: Die Weltwirtschaft schwächelt, die politischen Spannungen haben durch die Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien deutlich zugenommen und an den Börsen herrscht nervöse Stimmung.

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Der US-Bürovermittler WeWork legte seine Pläne für einen Gang aufs Parkett auf Eis, nachdem Interessenten die Bewertung der Firma in Frage gestellt hatten. Die Fragezeichen hinter dem geplanten Initial Public Offering (IPO) des Erdölriesen Saudi Aramco werden größer. Und auch für den Fahrdienstvermittler Uber, der mit einem Erlös von gut acht Milliarden Dollar im Mai den bis dato größten Börsengang in diesem Jahr hingelegt hatte, sieht es alles andere als gut aus: Die an der Wall Street notierten Aktien kosten derzeit mit 34 Dollar rund zehn Dollar weniger als der Ausgabepreis.

Auch Budweiser Apac stolpert an die Börse, es ist der zweite Anlauf. Vor rund zwei Monaten hatte der Vorstand von AB InBev das Projekt gestoppt und dies mit unsicheren Marktbedingungen begründet. Ursprünglich hatte der Hersteller von Biermarken wie Beck's, Budweiser und Corona Erlöse von knapp zehn Milliarden Dollar angestrebt. Nun werden rund 1,3 Milliarden Aktien in einer Preisspanne von 3,45 bis 3,83 Dollar je Stück angeboten. Die Zeichnungsfrist soll am Mittwoch beginnen. Bei großer Nachfrage könne das Angebotsvolumen aufgestockt werden, so dass insgesamt bis zu 6,6 Milliarden Dollar erlöst werden könnten.

Quelle: n-tv.de, mba/rts

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