"Netflix is watching you"US-Bundesstaat Texas verklagt Netflix wegen Datenweitergabe

Netflix ist weltweit der meistabonnierte Streamingdienst und verfügt damit über viele Nutzerdaten zu Sehgewohnheiten. Texas beklagt massive Datenschutzverstöße - auch zu Lasten von Kindern.
Der US-Bundesstaat Texas wirft dem Streamingdienst Netflix vor, seine Kunden auszuspähen und von sich abhängig zu machen. Die Plattform spioniere Kinder und andere Nutzer aus, indem sie deren Daten ohne Einwilligung sammle und so gestaltet sei, dass die Nutzer süchtig nach ihr würden, schrieb der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton in seiner Klage.
Netflix habe den Verbrauchern jahrelang vorgegaukelt, keine Nutzerdaten zu sammeln oder weiterzugeben, habe in Wirklichkeit jedoch Sehgewohnheiten und Präferenzen nachverfolgt, die Daten weiterverkauft und damit jährlich Milliarden von Dollar verdient.
"Wenn Sie Netflix schauen, schaut Netflix Sie", heißt es in der Klage, die beim Bezirksgericht in Collin County eingereicht wurde. Netflix ist in mehr als 190 Ländern aktiv und weltweit der meistabonnierte Streamingdienst - mit entsprechend vielen Nutzerdaten.
Generalstaatsanwalt Paxton fordert im Verfahren vor allem einstweilige Anordnungen und spätere Sanktionen. Die Klage ziele darauf ab, die Datenerhebung und -weitergabe zu stoppen sowie die Funktion Autoplay für Kinderprofile standardmäßig zu deaktivieren. Netflix äußerte sich zunächst nicht zu der Klageschrift.