Wirtschaft

Rückenwind für Wahlen US-Industrie und Arbeitsmarkt brummen

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250.000 neue Jobs wurden im Oktober geschaffen - mehr als erwartet.

(Foto: REUTERS)

Kommende Woche stehen in den USA Wahlen auf der Agenda. Die Republikaner von Präsident Trump müssen um ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus bangen. Auftrieb könnten auf den letzten Metern solide Wirtschaftsdaten geben.

US-Präsident Donald Trump kann mit starkem Rückenwind aus der Wirtschaft in den Endspurt zu den Kongresswahlen in den USA gehen. Dafür sorgen zum einen ein überraschend starker Auftragseingang der Industrie und auf der anderen Seite einmal mehr der Arbeitsmarkt.

Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, wurden im Oktober unter dem Strich 250.000 neue Jobs geschaffen. Die Erwartungen der Analysten wurden damit deutlich übertroffen. Sie hatten mit 185.000 neuen Stellen gerechnet. Der Bericht zeigt, dass die befürchteten Negativeffekte durch den jüngsten Hurrikan im Bundesstaat Florida offenbar ausblieben. Der deutliche Anstieg der Stellenzahl entsprach allerdings einer im gleichen Maße wachsenden Zahl von Jobsuchenden. Die Arbeitslosenquote verharrte deshalb auf dem Niveau von 3,7 Prozent.

Zugleich meldete das Handelsministerium für September einen etwas deutlicher als erwartet gestiegen Auftragseingang der US-Industrie. Und auch der August war deutlicher als bisher angenommen. Für September legte der Ordereingang auf Monatssicht um 0,7 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von nur 0,5 Prozent gerechnet. Für den Vormonat ergab sich ein Plus von 2,6 Prozent.

Beim Bestelleingang für langlebige Wirtschaftsgüter meldete das Ministerium für September ein Anstieg von 0,7 Prozent nach vorläufig plus 0,8 Prozent. Der Auftragseingang ohne Berücksichtigung des Rüstungssektors verharrte auf dem Vormonatsniveau. Die Order ohne Transportbereich nahmen um 0,4 Prozent zu.

Die Republikaner müssen bei den Wahlen am Dienstag akut um den Verlust ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus fürchten. Trump reklamiert die insgesamt positive Entwicklung der US-Wirtschaft als Erfolg seines Kurses, der auf Steuersenkungen und Deregulierungen setzt. Die deutliche Belebung des US-Arbeitsmarkts hatte lange vor Trumps Amtsantritt eingesetzt. Unter Vorgänger Barack Obama sank die Arbeitslosenquote von zehn Prozent im Jahr 2010 auf unter fünf Prozent.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts/DJ

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