Wirtschaft

Aus Zellkulturen gezüchtet USA ebnen Laborfleisch den Weg

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Von der Weide oder aus dem Reinraum? In den USA könnte demnächst beides möglich sein.

(Foto: imago/Peter Endig)

Schnitzel und Braten aus der Petrischale sind längst keine Illusion mehr. Und in den USA könnten derartige Produkte in absehbarer Zeit auf den Tellern landen. Zwei Behörden haben nun Eckpunkte für die Produktion zusammengestellt.

Die US-Regierung macht den Weg für den Verkauf von Laborfleisch frei: Das Landwirtschaftsministerium und die Lebensmittelbehörde FDA stellten Eckpunkte für künftige Regeln im Umgang mit durch Zellkulturen erzeugtem Fleisch vor. Die FDA soll demnach Herkunft und Vervielfältigung der tierischen Stammzellen kontrollieren, aus denen das Fleisch im Labor gezüchtet wird. Das Ministerium ist demnach für die Überwachung der Produktion und des Vertriebs zuständig.

Bei den Eckpunkten seien die Erfahrungen aus den bisherigen Aufgabengebieten der beiden Institutionen zusammengeführt worden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Zwar gibt es in den Vereinigten Staaten bislang kein Laborfleisch zu kaufen. Allerdings arbeiten mehrere Unternehmen daran, die Produktionskosten zu senken und das aus Zellkulturen erzeugte Fleisch bald auf den Markt zu bringen.

Anders als in Europa ist in den USA die Fleischerzeugung im Labor weitgehend unstrittig. Hersteller verweisen auf das Tierwohl und die Vermeidung klimaschädlicher Treibhausgas-Emissionen, die bei der Aufzucht von Nutztieren in großem Umfang anfallen. Landwirte ziehen jedoch in Zweifel, dass bei den Laborzüchtungen noch von "Fleisch" gesprochen werden kann.

Quelle: n-tv.de, jwu/AFP

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