Wirtschaft

Arbeitslosigkeit auf Tiefstand USA enttäuschen mit Job-Aufbau

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Immer mehr Jobs entstehen in den USA - allerdings weniger als erwartet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es geht weiter aufwärts am US-Arbeitsmarkt - allerdings entstehen deutlich weniger neue Stellen als erwartet. Die Arbeitslosenquote fiel zugleich auf den niedrigsten Stand seit 16 Jahren. Die US-Notenbank befindet sich laut einem Experten in einem Dilemma.

Es geht weiter aufwärts mit dem US-Arbeitsmarkt: Unternehmen und Staat stellten zusammen 138.000 neue Mitarbeiter ein, wie die Regierung in Washington mitteilte. Ökonomen hatten jedoch mit 185.000 neuen Stellen gerechnet. In den beiden Vormonaten entstanden zusammen 66.000 Stellen weniger als bislang angenommen.

Die separat ermittelte Arbeitslosenquote im zu Ende gehenden Monat fiel zur gleichen Zeit auf 4,3 Prozent - der tiefste Stand seit 16 Jahren. Dies war allerdings einzig einem Rückgang der Partizipationsquote - der Anteil der Arbeitslosen, die sich am Stellenmarkt melden - auf 62,7 Prozent geschuldet.

Der Dollar geriet daher nach Bekanntgabe der Daten unter Druck: Der Euro legte auf 1,1265 Dollar zu, nachdem er zuvor bei 1,1216 Dollar gelegen hatte. "Das Bild, das der Arbeitsmarkt liefert, ist uneinheitlich", kommentierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. "Während der Stellenzuwachs enttäuscht, liegt die Arbeitslosenquote auf einem neuen Tief. Der Lohndruck bleibt aber moderat und leicht hinter den Erwartungen zurück. Damit ist auch das Dilemma der US-Notenbank beschrieben."

Weitere Zinserhöhungen erwartet

Experten rechnen ungeachtet der schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten mit weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed. Diese erhöhte ihren Leitzins zuletzt im März auf 0,75 bis 1,0 Prozent. Die Finanzmärkte erwarten noch in diesem Monat eine Anhebung um 0,25 Punkte.

In der zweiten Jahreshälfte könnte es weitere Schritte nach oben geben. Die Konjunktur hat nach einem schwachen Jahresauftakt zuletzt an Schwung gewonnen. Stieg das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal nur mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 1,2 Prozent, hält der regionale Fed-Ableger von Atlanta im laufenden zweiten Quartal 4,0 Prozent für möglich. Höhere Zinsen können die Gefahr einer Überhitzung eindämmen, da sie Kredite verteuern und damit die Nachfrage drücken.

Quelle: ntv.de, kst/rts/DJ

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