Wirtschaft

Defizit künftig in Billionenhöhe USA häufen riesigen Schuldenberg an

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2020 wird laut CBO eine Relation von 5,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht.

(Foto: imago stock&people)

Laut einem Bericht des staatlichen Haushaltsinstituts CBO sind die Schulden der USA so hoch wie nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr - Tendenz steigend. Auch Präsident Trumps neues Steuergesetz trägt einen gewaltigen Teil dazu bei.

Die USA bleiben nach einem Bericht des staatlichen Haushaltsinstituts CBO noch für Jahre auf einem riesigen Schuldenberg sitzen. Bis 2028 werde die Gesamtverschuldung von derzeit rund 70 auf 100 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung steigen, sollte es keine gesetzlichen Änderungen an der Fiskalpolitik geben, teilte das CBO (Congressional Budget Office) in Washington mit. Eine ähnlich hohe Schuldenquote - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - hatte es in den USA nur kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gegeben.

Auch die jährliche Neuverschuldung des Staates werde, getrieben durch Präsident Donald Trumps Steuergesetzgebung, deutlich steigen. Für das laufende Jahr werde eine Neuverschuldung von 804 Milliarden Dollar erwartet - 139 Milliarden mehr als noch 2017. Für das kommende Jahr 2019 erwarten die CBO-Berater des Kongresses sogar ein Defizit von rund einer Billion Dollar.

2020 werde eine Relation von 5,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erreicht. Zum Vergleich: Nach den Maastricht-Vorgaben für die Euro-Länder liegt die Defizit-Obergrenze bei drei Prozent. Die Schuldenquote darf maximal 60 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen. Deutschland, das die Defizitvorgaben schon länger einhält, nähert sich beim Schuldenstand der erlaubten Obergrenze.

Quelle: ntv.de, lri/dpa