Wirtschaft

Individuelle Angebote?Uber bessert offenbar Delivery-Hero-Offerte nach

25.05.2026, 11:14 Uhr
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Zentrale-von-Delivery-Hero-in-Berlin-Mitte
Zentrale von Delivery Hero in Berlin-Mitte. (Foto: picture alliance / Daniel Kalker)

Uber will seinen Anteil beim Essenslieferdienst Delivery Hero ausbauen und strebt eine Komplettübernahme an. Dazu klappert der Konzern offenbar einzelne Großinvestoren ab, hat bislang aber keinen Erfolg. Doch er erhält auch eindeutige Signale.

Der Technologiekonzern Uber Technologies greift nach dem Essenauslieferer Delivery Hero und erwägt eine verbesserte Offerte. Hintergrund ist, dass die anderen Großaktionäre ein erstes Angebot pro Aktie abgelehnt haben, wie die "Financial Times" berichtet. So seien einem Großaktionär 38 Euro je Aktie geboten worden, was dieser aber zurückgewiesen habe. Verschiedene Anteilseigner strebten demnach einen Preis von 40 Euro je Aktie an. Am Samstag hatte Delivery Hero mitgeteilt, dass Uber ein Angebot über 33 Euro je Aktie plant. Am deutschen Aktienmarkt griffen Anleger derweil zu und sorgten bei dem Papier für einen Aufschlag von mehr als zehn Prozent. Am Vormittag kostete die Aktie so mehr als 37 Euro.

Vergangene Woche sei Uber-Chef Dara Khosrowshahi nach Oslo geflogen, um die Aufsichtsratschefin von Delivery Hero, Kristin Skogen Lund, zu treffen, berichtet die "Financial Times" weiter. Laut der Zeitung erwägt der Berliner Lieferkonzern einen Komplettverkauf oder eine Reihe von Deals, mit denen die Sparten im Nahen Osten und in Südkorea abgestoßen würden. Uber-Rivale Doordash hat laut "Financial Times" ebenfalls bei Delivery-Hero-Großaktionären angefragt, jedoch keine Aktien gekauft.

Uber Technologies hatte seine Beteiligung an Delivery Hero zuletzt massiv ausgebaut. Vor einer Woche war der US-Konzern auf eine direkte Beteiligung von 19,5 Prozent gekommen und hat sich über Optionen den Zugriff auf weitere 5,6 Prozent gesichert. Damit sind Uber 25,1 Prozent der Stimmrechte zuzurechnen. Gleichzeitig hatte Uber mitgeteilt, dass "derzeit" nicht die Absicht bestehe, 30 Prozent oder mehr der Stimmrechte zu erwerben.

Zu den weiteren Großaktionären von Delivery Hero zählen die Hongkonger Aspex Management mit 14,55 Prozent und Prosus mit 16,83 Prozent. Prosus hatte im Zuge der Übernahme von Just Eat Takeaway.com im vergangenen Jahr, einem Konkurrenten von Delivery Hero und Uber, von der EU die Auflage bekommen, den Großteil seiner Beteiligung innerhalb von zwölf Monaten zu veräußern. Aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Freitag geht hervor, dass der US-Bank Morgan Stanley 26,56 Prozent der Stimmrechte zuzurechnen sind, zum größten Teil über Finanzinstrumente.

Delivery Hero will die Angelegenheit über die Mitteilung vom Samstag hinaus nicht kommentieren. Darin hieß es, die Gesellschaft werde weiterhin fokussiert ihren Prozess der strategischen Überprüfung fortsetzen. Sofern erforderlich, werde man zukünftige weitere Informationen entsprechend kommunizieren.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ

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