Wirtschaft

Aggressive Expansionspolitik Uber investiert eine Milliarde Dollar in Indien

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Uber hatte zuletzt die Zahl der Städte, die seine App in Indien abdeckt, von 11 auf 18 gesteigert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Fahrdienst Uber will mit aller Macht den indischen Markt erobern. Ungeachtet der Rechtsstreitigkeiten investiert das Unternehmen eine Milliarde Dollar. Bis zum nächsten Frühjahr sollen dort eine Million Fahrten täglich vermittelt werden.

Der Taxidienst Uber verstärkt sein Engagement in Indien. Das Unternehmen will in den kommenden neun Monaten rund eine Milliarde US-Dollar (913 Millionen Euro) in den Subkontinent investieren, um zu expandieren. Indien ist größter Auslandsmarkt für die US-Firma.

Das starke Wachstum in dem Land lasse sein Unternehmen "extrem optimistisch" in die Zukunft schauen, erklärte Indien-Chef Amit Jain. Der Konzern könne in den kommenden sechs bis neun Monaten auf mehr als eine Million Fahrten am Tag kommen. Zudem will Uber in Indien bis 2016 rund 200.000 Fahrer auf seiner App vertreten haben. Sein Unternehmen sehe "unglaubliches Potenzial" für Indien und betrachte das Land als eine seiner Prioritäten.

Die jüngste Ankündigung kommt nur wenige Wochen, nachdem Uber Investitionen von rund 50 Millionen Dollar für die kommenden fünf Jahre im Technologiezentrum Hyderabad angekündigt hatte. Das Investment in der Hauptstadt des Bundesstaates Telangana schaffe Tausende Arbeitsplätze und viele unternehmerische Gelegenheiten, wie Uber in einer Mitteilung Anfang des Monats erklärte.

Harter Konkurrenzkampf in Indien

Uber hatte jüngst die Zahl der Städte, die seine App in Indien abdeckt von 11 auf 18 gesteigert. Der US-Konzern konkurriert mit einheimischen Rivalen auf einem Markt, auf dem es relativ wenig privaten Autobesitz gibt und der öffentliche Personennahverkehr alles andere als zuverlässig funktioniert.

Doch Uber schlägt in Indien auch erheblich Gegenwind entgegen - besonders in Neu-Delhi. Der Dienst wurde im Dezember 2014 sogar verboten, nachdem eine Frau über eine Vergewaltigung durch einen Uber-Fahrer berichtet hatte. Allerdings bestreitet der Fahrer die Tat und steht momentan vor Gericht. Trotz des Verbots vom Dezember operierten Uber und einheimische Taxi-Apps in Neu-Delhi weiter. In diesem Monat hatte ein indisches Gericht das Verbot wieder aufgehoben.

Quelle: n-tv.de, cri/DJ

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