Wirtschaft

Nach tödlichem Unfall in Arizona Ubers Roboterauto-Chef geht

Autonom fahrenden Autos gehört die Zukunft. In der Gegenwart werden sie derzeit vielerorts getestet. Doch ein tödlicher Unfall in Arizona wirft Fragen auf. Beim betroffenen Unternehmen Uber führt er nun offenbar zu personellen Konsequenzen.

Der Leiter der Uber-Sparte für selbstfahrende Lastwagen verlässt offenbar den US-Fahrdienstleister. Nachdem er die Sparte Uber Freight seit Ende 2016 geleitet habe, gebe Lior Ron seinen Führungsposten in dem in San Francisco ansässigen Unternehmen auf, berichtete der Nachrichtensender CNBC unter Berufung auf Rons Profil beim Karriere-Netzwerk LinkedIn. Uber gab zunächst keine Stellungnahme dazu ab.

Die Selbstfahrversuche von Uber hatten jüngst einen herben Rückschlag erlitten. Am 18. März überfuhr ein selbstfahrendes Auto des US-Unternehmens in der Stadt Tempe im Bundesstaat Arizona eine 49-jährige Frau und verletzte sie tödlich. Daraufhin stoppte Arizona die Selbstfahrversuche von Uber.

Niedrige rechtliche Hürden in Arizona

Die Erlaubnis für Uber zum Einsatz seiner autonomen Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen werde ausgesetzt, teilte Gouverneur Doug Ducey mit. Grundsätzlich sind die rechtlichen Hürden für selbstfahrende Fahrzeuge in Arizona sehr niedrig, so dass dort viele Testfahrten stattfinden.

Uber selbst hatte nach dem Unfall den Betrieb seiner Roboterautos vorläufig auf Eis gelegt. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, "vollständig mit den örtlichen Behörden" zu kooperieren, um den Unfall aufzuklären. Nach Einschätzung der Polizei wäre der Unfall auch in einem anderen Fahrmodus nur schwer zu vermeiden gewesen. Die Fußgängerin sei "aus dem Schatten direkt auf die Straße gekommen", sagte Polizeichefin Sylvia Moir laut einem Zeitungsbericht.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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