Wirtschaft

Kabinengewerkschaft an Bord Ufo akzeptiert Sparpaket der Lufthansa

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Die Flugbegleiter der Lufthansa akzeptieren Einschnitte.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Bei den Verhandlungen über ein Krisenpaket hat sich die Lufthansa mit der Gewerkschaft Ufo im Grundsatz geeinigt. Die 22.000 Flugbegleiter müssen sich nun auf Einschnitte einstellen, verhindern damit allerdings Stellenstreichungen.

Die Lufthansa hat mit einer ersten Mitarbeitergruppe konkrete Spar-Vereinbarungen erreicht, mit denen die Corona-Krise überwunden werden soll. Die Flugbegleiter haben in einer Urabstimmung der Kabinengewerkschaft Ufo mit einer Mehrheit von 87,9 Prozent dem entsprechenden Krisen-Tarifvertrag zugestimmt. Das teilte Ufo-Geschäftsführer Nicoley Baublies mit. Mit den Piloten hat sich Lufthansa hingegen noch nicht geeinigt und beim Bodenpersonal sogar die Verhandlungen abgebrochen.

Ohne die Vereinbarung wären 2600 Stellen bei den Kabinen-Crews der Kerngesellschaft Lufthansa gestrichen worden. Auf die rund 22.000 Flugbegleiter kommen nun Nullrunden, zusätzliche Teilzeit und ausgesetzte Versorgungsleistungen zu. Dafür gibt es laut Ufo einen Beschäftigungsschutz bis Mitte 2024.

Wichtige Details zur genauen Ausgestaltung sind allerdings noch offen. Baublies verlangte vom Unternehmen zügige Gespräche und konkrete Vorschläge. Der Ufo-Vorstand hat sich daher zusätzlich ein Mitgliedervotum geben lassen, auch zu einem späteren Zeitpunkt zu Arbeitskampfmaßnahmen greifen zu können. Lufthansa kann den Vertrag mit einer Frist von zwei Wochen kündigen, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen dramatisch verschlechtern sollten.

Der teilverstaatlichte Lufthansa-Konzern hatte nach dem Corona-Einbruch seinen weltweiten Personalüberhang auf 22.000 Vollzeitstellen beziffert, von denen rund 11.000 auf Deutschland entfallen. Der Konzern rechnet mittelfristig mit einer um 100 Jets verkleinerten Flotte und entsprechenden Personalüberhängen.

Quelle: ntv.de, jga/dpa