Wirtschaft

Deutschland und Österreich VW-Tochter MAN streicht bis zu 9500 Stellen

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MAN beschäftigt weltweit etwa 40.000 Mitarbeiter.

(Foto: picture alliance / dpa)

MAN strukturiert um, um profitabler zu werden. Die Volkswagen-Tochter legt dazu Pläne mit tiefen Einschnitten bei den Mitarbeitern vor. Bis zu 9500 Stellen stehen auf der Kippe, ganze Werke könnten schließen.

Der margenschwache Nutzfahrzeughersteller MAN will mit einschneidenden Maßnahmen profitabler werden. Der zur Traton gehörende Münchener Traditionskonzern plant laut Mitteilung den Abbau von bis zu 9500 Stellen in Deutschland, Österreich und weltweit. Teilweise sollen Entwicklungs- und Produktionsprozesse an andere Standorte verlagert werden. Der Fertigungsstandort Steyr sowie die Betriebe in Plauen und Wittlich stünden zur Disposition.

"Die beabsichtigte Neuausrichtung wird eine grundlegende Restrukturierung des MAN Truck & Bus Geschäfts in allen Bereichen, einschließlich einer Neuaufstellung des Entwicklungs- und Produktionsnetzwerks sowie einen signifikanten Stellenabbau erfordern", heißt es in der Mitteilung. Den Restrukturierungsaufwand für die Personalmaßnahmen sieht MAN im mittleren bis oberen dreistelligen Millionenbereich. Mit den Arbeitnehmervertretern sollen "zeitnah" Verhandlungen aufgenommen werden.

MAN mit dem Lkw- und Busgeschäft gehört neben der sehr viel profitableren Scania zur mittlerweile an der Börse notierten Traton SE von Volkswagen. MAN beschäftigt weltweit etwa 40.000 Mitarbeiter. Mit der nun angekündigten Neuausrichtung soll 2023 eine operative Umsatzrendite von 8 Prozent erzielt werden. Im vergangenen Jahr lag die Marge bei lediglich 2,9 Prozent. Mit dem Maßnahmenpaket sei eine Ergebnisverbesserung von rund 1,8 Milliarden Euro geplant.

Quelle: ntv.de, mli/DJ