Wirtschaft

Erstes Geldwäsche-Urteil Vatikan-Gericht spricht Haftstrafe aus

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Gebäude der Vatikanbank.

(Foto: picture alliance / dpa)

Papst Franziskus hat bei Beginn seines Pontifikats 2013 ein härteres Vorgehen gegen undurchsichtige Finanzgeschäfte bei der Vatikanbank versprochen. Fast sechs Jahre wird nun ein italienischer Immobilienunternehmer verurteilt.

Erstmals hat ein Gericht im Vatikan ein Urteil wegen Geldwäsche gesprochen. Das Tribunal von Vatikanstadt verurteilte einen italienischen Immobilienunternehmer zu zweieinhalb Jahren Haft, teilte das Büro des Heiligen Stuhls mit. Zudem seien mehr als eine Million Euro dauerhaft von ihm beschlagnahmt worden.

Ob der Mann ins Gefängnis geht, hänge allerdings noch davon ab, ob er Berufung einlegt, hieß es weiter. Das Urteil wurde demnach bereits am 17. Dezember gesprochen. Der Schuldspruch sei von maßgeblicher Bedeutung für die Bemühungen, kriminellen Finanzgeschäften im Kirchenstaat beizukommen.

Gegen den Unternehmer sei seit 2014 ermittelt worden, in dem Jahr sei auch sein bei der Vatikanbank IOR deponiertes Geld eingefroren worden. Die beschlagnahmte Geldsumme solle nun dem Vatikan zugeschlagen werden.

Vor einem Jahr hatte der Europaratsausschuss Moneyval in einem Bericht bemängelt, dass der Vatikan bisher keinen Verdachtsfall von Geldwäsche vor Gericht gebracht habe. Die Vatikanbank im Besitz des Heiligen Stuhls wurde oft mit Skandalen in Verbindung gebracht und stand lange wegen dubioser Geschäfte in der Kritik. Ihr wurde vorgeworfen, auf ihren Konten das Vermögen italienischer Gangster, Geldwäscher und Steuerbetrüger zu verstecken.

Papst Franziskus hatte nach seinem Amtsantritt 2013 ein härteres Vorgehen gegen Geldwäsche und undurchsichtige Finanzgeschäfte angekündigt.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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