Wirtschaft

Erhöhung der EEG-Umlage Verbrauchern drohen steigende Strompreise

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Die Bundesregierung plant mit einer CO2-Bepreisung Entlastungen beim Strompreis.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im kommenden Jahr könnten die Strompreise in Deutschland steigen. Grund ist eine Erhöhung der EEG-Umlage, mit der erneuerbare Energien gefördert werden. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle.

Für Stromkunden in Deutschland zeichnen sich im kommenden Jahr höhere Strompreise ab. Ein wichtiger Bestandteil des Preises, die EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom in Deutschland, soll im kommenden Jahr steigen - und zwar auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist die EEG-Umlage 5,5 Prozent höher als in diesem Jahr, wie die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW am Vormittag mitteilten. Für das Jahr 2019 liegt die Umlage bei 6,405 Cent. Sie war zweimal in Folge gesunken.

Die EEG-Umlage macht ungefähr ein Viertel des Strompreises aus und finanziert die festen Vergütungen, die Ökostrom-Produzenten für die Einspeisung ihres Stroms bislang unabhängig vom Marktpreis bekommen. Weitere Bestandteile des Strompreises für Privatkunden sind Steuern, andere Abgaben und Umlagen sowie Produktionskosten und die Netzentgelte.

Auch Netzentgelte sollen steigen

Das Vergleichsportal Verivox geht insgesamt von steigenden Strompreisen aus. Neben dem Anstieg der EEG-Umlage zeichneten sich auch bei den übrigen Strompreisbestandteilen Erhöhungen ab, sagte Energieexperte Valerian Vogel. Die Netzentgelte, die rund ein Viertel des Strompreises ausmachen, werden laut Prognose im kommenden Jahr ebenfalls ansteigen. Auch die Großhandelspreise der Versorger lägen über dem Vorjahresniveau. "Verbraucher in Deutschland müssen sich daher zum kommenden Jahr erneut auf Strompreiserhöhungen einstellen", so Vogel. Schon heute zahlten Verbraucher in Deutschland europaweit neben den Dänen die höchsten Strompreise.

Die Bundesregierung plant im Gegenzug zu einem Einstieg in eine CO2-Bepreisung in den Sektoren Verkehr und Gebäude Entlastungen beim Strompreis. Die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stroms soll ab 2021 in einem ersten Schritt um 0,25 Cent pro Kilowattstunde gesenkt und dann weiter verringert werden. Die Koalition will dadurch besonders Familien und kleine und mittelständische Firmen entlasten.

FDP ist gegen EEG

Besonders stromintensive Unternehmen sind von einem Teil der Umlage weitgehend befreit, weshalb die anderen Verbraucher einen entsprechend höheren Kostenanteil tragen müssen. Die EEG-Umlage wurde zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne eingeführt.

FDP-Fraktionsvize Christian Dürr kritisierte: "Kein anderes Land gibt so viel Geld für Klimamaßnahmen aus und erreicht dabei so wenig. Seit 19 Jahren erkauft das EEG Klimaschutz zu einem viel zu hohen Preis. Zahlen müssen ihn vor allem die Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen." Dies sei weder gerecht noch wirtschaftlich. Die FDP fordere daher die Abschaffung des EEG und der EEG-Umlage.

Die Hauptgeschäftsführerin des Kommunalverbandes VKU, Katherina Reiche, sagte, die im Klimaschutzprogramm vereinbarte Reduzierung der EEG-Umlage sei ein Tropfen auf den heißen Stein, der sofort verdampfe. Um die Stromkunden wirklich zu entlasten, sei dringend eine Überprüfung der Abgaben, Umlagen und Steuern im Energiebereich notwendig.

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Quelle: n-tv.de, jpe/dpa/AFP

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