Abschied aus VW-Imperium Verkauf von Piechs Aktien steht kurz bevor
01.04.2017, 17:34 Uhr
Sein Name wird auch nach dem Verkauf seiner Anteile mit VW verbunden bleiben: Ferdinand Piëch.
(Foto: picture alliance / Julian Strate)
Die Ära Ferdinand Piëch soll bei Volkswagen schon bald vorbei sein. Laut einem Bericht sind die Verhandlungen über den Verkauf seiner Aktien so gut wie abgeschlossen. Demnach hat der einstige Vorstandsvorsitzende eine Deadline für die Trennung gesetzt.
Der Abschied von Großaktionär Ferdinand Piëch aus dem Volkswagen-Imperium steht einem Zeitungsbericht zufolge unmittelbar bevor. Die Verhandlungen über den Verkauf seiner Anteile an den Rest der Verwandtschaft stünden vor dem Abschluss, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf Kreise von Konzern und Familie. Mit einer Entscheidung sei in der kommenden Woche, auf jeden Fall aber vor Ostern zu rechnen.
Der frühere Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzende von Volkswagen trennt sich von seinen Aktien an der Porsche SE Holding, über die die Familien Piëch und Porsche den Volkswagen-Konzern steuern. Die Verhandlungen der Eigentümerfamilien mit dem 79-Jährigen waren Mitte März öffentlich gemacht worden.
Laut "FAS" soll der Anteilsverkauf spätestens kurz nach Ostern über die Bühne gehen. Piëch wolle dies vor seinem 80. Geburtstag am Ostermontag geregelt wissen. Zudem müssten die Aktionäre der Porsche SE bis zum 18. April informiert werden, berichtete die Zeitung. Zuletzt war in einem Bericht vom 30. Mai als Termin die Rede, bis zu dem die Übernahme abgeschlossen sein solle.
Piëch war von 1993 bis 2002 Vorstandschef des Wolfsburger Autokonzerns und anschließend Vorsitzender des Aufsichtsrats, bis er im April 2015 zurücktrat. Hintergrund soll ein Machtkampf mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn gewesen sein, der nach Bekanntwerden der Abgasaffäre bei VW im September 2015 seinen Hut nehmen musste.
Quelle: ntv.de, hul/AFP