Wirtschaft

"Family Offices" geben Auskunft Viele Superreiche investieren schon in Krypto

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Laut Campden Wealth verwalten Family Offices mittlerweile Kryptowährungen in ähnlichem Umfang wie Edelmetalle für die superreichen Familien.

(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Lange zögerten nicht nur Institutionen, sondern auch die Superreichen bei Kryptoanlagen. Eine Studie bei Verwaltern von Großvermögen zeigt nun: Mehr als ein Viertel der von ihnen betreuten superreichen Familien weltweit sind schon in Kryptowährungen eingestiegen.

Immer mehr Großanleger steigen bei Kryptowährungen ein. 28 Prozent der superreichen Familien rund um den Erdball seien bereits in Bitcoin, Ethereum und Co. investiert, wie aus einer Umfrage der Beratungsorganisation Campden Wealth bei 385 Family Offices, also Verwaltern von Großvermögen, hervorging. Viele erwarteten demnach, dass sich die einst mit einem zweifelhaften Ruf kämpfenden Cyberdevisen zu etablierten Anlagemitteln mausern dürften. 28 Prozent der Befragten planten, ihre Positionen im kommenden Jahr aufzustocken.

Family Offices verwalten die Privatvermögen ihrer Eigentümer-Familien, die sich der Umfrage zufolge auf durchschnittlich 1,1 Milliarden Dollar belaufen. Nach Großbritannien ist die Schweiz eines der Zentren für Family Offices in Europa.

Als repräsentativ sollte die Umfrage natürlich nicht angesehen werden. Campden Wealth ist eine Beratungsfirma, die ihr Wissen unter anderem selbst an Family Offices verkauft. Trotzdem hat das Unternehmen dadurch vermutlich einen guten Einblick in die bisweilen verschlossene Welt der superreichen Familien.

Der erneute Erfolg von Kryptowährungen in den vergangenen Monaten ist zudem auch durch Zahlen belegt. Bitcoin und Ethereum eilten in den vergangenen Wochen von Rekord zu Rekord. Der Wert der weltweit gehandelten Kryptowährungen hatte nach Angaben einer Branchenseite Anfang November erstmals die Marke von 3 Billionen Dollar (2,6 Billionen Euro) überschritten, war in den vergangenen Tagen aber wieder ein ganzes Stück gesunken.

Traditionelle Vermögensverwalter springen auf

Die extreme Volatilität hatte lange Zeit auch Institutionen und Fonds davon abgehalten, in Kryptoanlagen zu investieren. Mittlerweile greifen auch große Investoren und sogar Pensionsfonds zunehmend zu. Viele traditionelle Vermögensverwalter wie etwa die Schweizer Privatbanken sind dabei, entsprechende Angebote für ihre Kunden aufzubauen. Treiber der Nachfrage sind unter anderem die schwelende Inflationsangst und die Furcht, etwas zu verpassen.

Campden Wealth zufolge halten 42 Prozent der Family Offices Kryptowährungen für ein lohnendes Investment. Bisher liege ihr Anteil an den Gesamtvermögen der Familien bei lediglich einem Prozent - gleich viel wie Edelmetalle. Das größte Stück entfalle auf Aktien gefolgt von Immobilien. Family Offices gelten als eher konservativ. Viele von ihnen haben die Aufgabe, die ihnen anvertrauten Vermögen zu bewahren.

Quelle: ntv.de, mpe/rts

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