Wirtschaft

Fed, Energiekosten und Krieg Wall Street leidet unter Furcht vor Zinsschub

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Derzeit sind die Aussichten für Anleger eher trübe.

(Foto: AP)

Die Weltlage ist derzeit nicht gerade etwas, woran sich Anleger erfreuen. Dazu kommen steigende Energiepreise und die Perspektive einer schärferen Geldpolitik der Fed. An den US-Börsen herrscht zum Wochenstart daher Zurückhaltung - allerdings gibt es auch Grund zur Zuversicht.

Die Wall Street ist zu Beginn der neuen Handelswoche schwächer gestartet. Börsianern zufolge sorgen sich Anleger vor einer kräftigen Verschärfung der Geldpolitik der US-Notenbank mit steigenden Zinsen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent niedriger bei 34.412 Punkten, der S&P-500 notierte nahezu unverändert. Der technologielastige Nasdaq-Composite gab ebenfalls 0,1 Prozent nach. "Die Geldpolitik der Fed, sehr hohe Energiekosten und die wirtschaftlichen Probleme durch den Krieg in der Ukraine werden die Märkte in den nächsten Wochen belasten - es sei denn, es findet sich eine Lösung", sagte Rick Meckler, Partner bei der Investmentfirma Cherry Lane Investments.

Aufhellen könnte sich die Lage, wenn die vielen Quartalsberichte, die in den kommenden Wochen anstehen, gut ausfielen, sagten Börsianer. Die Bilanzen bislang hätten die Erwartungen erfüllt, sagte Peter Cardillo, Chefvolkswirt bei Spartan Capital Securities in New York. "Es gab einige negative Prognosen, aber im Großen und Ganzen sieht es so aus, als könnten die US-Unternehmen mit der höheren Inflation und den höheren Geldkosten leben."

Die Bank of America verdiente im ersten Quartal dank ihres stark wachsenden Geschäfts mit Verbraucherkrediten überraschend gut. Die Aktien legten 3,4 Prozent zu. Im weiteren Verlauf der Woche legen unter anderem Netflix, Tesla, Johnson & Johnson sowie IBM Zahlen vor. Twitter-Papiere gewannen 7,5 Prozent. Der Konzern wehrt sich mit einer "Giftpille" gegen eine Anteilserhöhung von Tesla-Chef Elon Musk. Dadurch wird Großinvestoren eine Erhöhung ihres Anteils erschwert.

Tesla-Aktien stiegen um 2,0 Prozent. Der US-Elektroautobauer rief seine Mitarbeiter Insidern zufolge in Shanghai zurück in die Fabrik. Die Wirtschaftsmetropole war wegen eines Ausbruchs der Corona-Variante Omikron drei Wochen im Lockdown.

Öl verteuerte sich weiter, nachdem die Ölpreise bereits vor dem langen Wochenende mit Sorgen vor einem EU-Importembargo für russische Ölprodukte deutlich angezogen hatten. Hinzu kamen politische Unsicherheiten und Produktionskürzungen in Libyen. Der Preis für das Barrel der US-Sorte WTI stieg um 0,9 Prozent auf 107,91 Dollar. Gold profitierte angesichts des andauernden Ukrainekriegs leicht von seinem Status als vermeintlich "sicherer Hafen". Der Preis für die Feinunze stieg um 0,2 Prozent auf 1978 Dollar.

Quelle: ntv.de, kst/rts/DJ

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