Wirtschaft

Reaktion auf US-Bankenpläne Weidmann lehnt Deregulierung ab

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"Einen Deregulierungswettbewerb müssen wir unbedingt vermeiden."

(Foto: REUTERS)

Die Trump-Administration will die Neuregulierung der US-Finanzmärkte überprüfen. Das beunruhigt Bundesbankchef Weidmann. Er plädiert dafür, die Beaufsichtigung der Banken nicht zu lockern.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann warnt vor einer Lockerung der Bankenregulierung. Faule Kredite hätten vor zehn Jahren die große Finanzkrise ausgelöst, sagte Weidmann der "Bild"-Zeitung.

Eine wichtige Lehre daraus sei, dass die Banken strenger beaufsichtigt würden und dickere Eigenkapitalpolster vorweisen müssten. Es wäre ein Fehler, das Rad zurückdrehen zu wollen. "Einen Deregulierungswettbewerb müssen wir unbedingt vermeiden."

Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat vor Rückschritten bei der Regulierung der Finanzmärkte gewarnt. Er werde seinem neuen Ministerkollegen in den USA, Steven Mnuchin, nicht dazu raten, die nach der Finanzkrise mühsam erreichte Regulierung wieder zurückzunehmen, sagte der CDU-Politiker.

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat angekündigt, die 2010 in den USA im sogenannten Dodd-Frank-Act festgeschriebene Neuregulierung der US-Finanzmärkte zu überprüfen. Mnuchin war am Montag als neuer US-Finanzminister vereidigt worden.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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