Wirtschaft

Disney, Sony, JPMorgan Weitere Konzerne kehren Russland den Rücken

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Disney arbeitet nach eigenen Angaben daran, die geschäftlichen Bande nach Russland zu lösen.

(Foto: AP)

Immer mehr westliche Unternehmen wenden sich von Russland ab. Mit Disney und Sony sind nun zwei Entertainment-Riesen dabei. Nach Goldman Sachs löst mit JPMorgan eine zweite US-Großbank die Verbindungen nach Russland auf.

Nach Ausbruch des Ukraine-Krieges verabschieden sich weitere internationale Unternehmen von ihren Russland-Aktivitäten. Der US-Medien- und Unterhaltungsriese Walt Disney etwa will wegen des Krieges vorerst gar keine Geschäfte mehr in Russland machen. Die Entscheidung erfolge "angesichts des unerbittlichen Angriffs auf die Ukraine und der eskalierenden humanitären Krise", erklärte das Unternehmen.

Disney hatte vergangene Woche bereits angekündigt, zunächst keine Filme mehr in Russland rauszubringen. Nun stoppt der Konzern alle Aktivitäten - von seinen Fernsehsendern und der Vermarktung von TV-Inhalten über das Lizenzgeschäft bis hin zu Kreuzfahrten und der Magazinmarke "National Geographic". Teilweise gehe dies wegen vertraglicher Verpflichtungen zwar nicht per sofort, doch Disney arbeite daran.

Auch die Musiksparte von Sony hat ihre Aktivitäten in Russland eingestellt. Die Sony Music Group erklärte auf ihrer Website, dass sie "Frieden in der Ukraine und ein Ende der Gewalt" fordere. Die Spielesparte des Sony-Konzerns erklärte, dass sie alle Software- und Hardware-Lieferungen nach Russland ausgesetzt hat.

Mit JPMorgan kehrt nach Goldman Sachs eine weitere US-Bank Russland den Rücken. Der Finanzkonzern befolge damit regulatorische Vorgaben von Regierungen weltweit, teilte das Institut mit. JPMorgans Aktivitäten in dem Land seien nun darauf beschränkt, Klienten bei der Bewältigung bestehender Verpflichtungen und Risiken zu unterstützen und sich um die Mitarbeiter dort zu kümmern. Das US-Geldhaus war in Russland allerdings ohnehin nicht besonders stark vertreten.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/DJ

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