Wirtschaft

Millionenprojekt im Nordosten Weltgrößte Luxusjacht entsteht in Stralsund

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So soll die "Crystal Endeavor" einmal aussehen, wenn sie fertig ist.

MV Werften

Der Genting-Konzern belebt die Werftbranche in Mecklenburg-Vorpommern: In Stralsund beginnen Arbeiten an einer Luxusjacht der Superlative. Ihr folgen mehrere Schwesterschiffe. Die Schiffbauer suchen händeringend Fachkräfte.

In der früheren Volkswerft in der Hansestadt Stralsund hat der Bau der Luxus-Expeditionsjacht "Crystal Endeavor" begonnen. Das Schiff wird die weltgrößte Megajacht mit Eisklasse sein, wie die MV Werften mitteilten. Sie kann demnach bis zu einer Eisstärke von einem Meter eingesetzt werden. Die Luxusjacht wird komplett in Stralsund gebaut.

2020 soll die "Crystal Endeavor" ihren Dienst aufnehmen. Laut Werft kann sie dann rund 200 Passagiere bis in die entlegensten Winkel der Welt bringen. Das Schiff verfügt ausschließlich über Suiten und bietet für das nötige Kleingeld selbst einen Butler-Service. Die Schiffe der Endeavor-Klasse sind rund 160 Metern lang und 23 Metern breit. Die "Crystal Endeavor" soll mehrere Schwesterschiffe erhalten.

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Der Norddeutsche freut sich grundsätzlich eher sparsam.

(Foto: imago/BildFunkMV)

Auftraggeber ist die Reederei Crystal Cruises, die wie die Werft zum Genting-Konzern gehört. Insgesamt sollen mehr als 20 Millionen Euro in neue Anlagen investiert werden. Dadurch sollen in Stralsund künftig effizient Kreuzfahrtschiffe gebaut werden können, hieß es weiter. Werften-Chef Jarmo Laakso sagte, dass der Auftrag Hunderte neue Jobs schaffe.

1500 Beschäftigte an drei Standorten

Begonnen haben die Arbeiten im Osten Mecklenburg-Vorpommerns mit einem Stahlschnitt. Zu dem Termin waren neben dem Genting-Chef Tan Sri Lim Kok Thay und dem Vorstandsvorsitzenden von Crystal Cruises auch Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow zugegen.

Die Geschichte der Werft in Stralsund geht bis 1948 zurück. In den folgenden Jahrzehnten wurden hier vor allem Schiffe für die Fischerei sowie Fähren und Versorger gebaut. Die Schiffbauhalle ist gut 300 Meter lang und 74 Meter hoch.

Vor knapp zwei Jahren hatte die Reederei Genting aus Hongkong die drei Werften in Mecklenburg-Vorpommern für knapp 231 Millionen Euro übernommen. Grund war die Sorge um eine Verknappung von Schiffskapazitäten. Derzeit arbeiten an den drei Standorten im Nordosten 1500 Beschäftigte.

Quelle: n-tv.de, jwu

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