Wirtschaft

Chippreise bremsen WachstumWeltweite IT-Ausgaben überspringen Sechs-Billionen-Marke

03.02.2026, 10:52 Uhr
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Kraene-stehen-auf-einer-Baustelle-fuer-das-neue-Schwarz-Digits-Rechenzentrum-Auf-dem-Gelaende-des-ehemaligen-Kraftwerks-Luebbenau-soll-eines-der-groessten-und-nachhaltigsten-Rechenzentren-in-Deutschland-entstehen
Bei Lübbenau soll eines der größten und nachhaltigsten Rechenzentren in Deutschland entstehen - inklusive einer Handvoll Jobs. (Foto: picture alliance/dpa)

Mehr als 650 Milliarden Dollar werden weltweit in Rechenzentren investiert. Damit steigen die Ausgaben einmal mehr - doch das Wachstum fällt geringer aus, wie Experten prophezeien. Stärker nehmen derweil Investitionen in Software und Dienstleistungen zu.

Unternehmen und Verbraucher werden in diesem Jahr wohl erneut mehr für Computer. Server und Software ausgeben. Die Experten der Beratungsfirma Gartner prognostizieren ein Plus von knapp elf Prozent auf knapp 6,2 Billionen Dollar. Vor allem für Software und IT-Dienstleistungen nähmen Nutzer und Kunden mehr Geld in die Hand. Hier falle der Zuwachs mit 13,3 und 8,7 Prozent jeweils höher aus als 2025. Mit mehr als 1,4 Billionen beziehungsweise knapp 1,9 Billionen Dollar seien diese Bereiche auch absolut betrachtet die größten Posten.

Mit einem Plus von knapp einem Drittel auf rund 650 Milliarden Dollar wüchsen die Investitionen in Rechenzentren zwar erneut am stärksten, hieß es weiter. Im Vergleich zum Vorjahr lasse die Dynamik jedoch nach. Bei den Ausgaben für Server sei dagegen ein beschleunigtes Wachstum von gut 37 Prozent zu erwarten.

Beim Absatz von Elektronik-Geräten wie Smartphones oder PCs werde das Plus voraussichtlich auf mehr als sechs Prozent sinken. "Dies ist vor allem eine Folge der steigenden Speicherchip-Preise", erläuterte Gartner-Analyst John-David Lovelock. Dies halte Nutzer davon ab, ihre Geräte gegen neuere Modelle auszutauschen.

Wegen des Baubooms bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) können Speicherchip-Anbieter die Nachfrage nicht mehr befriedigen. Zudem produzieren einige Firmen vermehrt ertragsstärkere KI-Hochleistungsspeicher statt klassischer Chips für Smartphones und PCs. Den südkoreanischen Halbleiter-Anbietern Samsung und SK Hynix zufolge werden sich die Lieferengpässe in den kommenden Monaten verschärfen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

Investitionen in InfrastrukturIT-Branche