Wirtschaft

Leere in Zeiten der Pandemie Weniger Passagiere an Frankfurts Flughafen

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Viele Fluggesellschaften fuhren ihr ohnehin schon geschröpftes Angebot zum Jahresbeginn weiter zurück.

(Foto: picture alliance / Hasan Bratic)

Leere Flure, verwaiste Gates - am Frankfurter Flughafen ist in Zeiten der Pandemie nicht viel los. Betreiber Fraport meldet auch für den Februar nur fast halb so viele Passagiere wie im Vorjahresmonat. Hoffnung macht dem MDax-Konzern das Frachtgeschäft - und die vage Aussicht auf bessere Zeiten.

Am Frankfurter Flughafen ist der Passagierverkehr wegen des anhaltenden Lockdowns und der Reisebeschränkungen im Februar noch einmal deutlich abgesackt. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte an Deutschlands größtem Luftfahrt-Drehkreuz im abgelaufenen Monat 681.751 Passagiere und damit 84,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das waren rund 200.000 Passagiere weniger als im Januar, als der Rückgang im Jahresvergleich 80,9 Prozent betragen hatte. Viele Fluggesellschaften hatten ihr ohnehin gekapptes Flugangebot weiter zurückgefahren.

Im Cargo-Geschäft ging es hingegen kräftig aufwärts. Im Februar erhöhte sich das Aufkommen an Fracht und Luftpost in Frankfurt im Jahresvergleich um 21,4 Prozent auf 177.401 Tonnen - trotz fehlender Kapazitäten aus der Beiladefracht in Passagiermaschinen.

Passagieraufkommen fast überall rückläufig

An den internationalen Konzern-Flughäfen zeigte sich weiterhin ein gemischtes Bild, das maßgeblich durch die Pandemie-Entwicklung in den jeweiligen Regionen geprägt ist. Mit Ausnahme der Beteiligung an dem chinesischen Flughafen Xi'an verzeichneten alle Konzern-Flughäfen rückläufige Passagieraufkommen.

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An den 14 griechischen Regionalflughäfen sackte das Passagieraufkommen um 84,1 Prozent ab, am Flughafen Antalya in der Türkei lag der Rückgang bei 64,8 Prozent und für den Airport in St. Petersburg meldete Fraport ein Minus von 38,9 Prozent. In Xi'an erholte sich das Fluggastaufkommen gegenüber dem Februar 2020, in dem China bereits stark von der Covid-19-Pandemie betroffen war, um 272,2 Prozent auf mehr als 1,7 Millionen Passagiere.

Für das neue Jahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte nach bisherigen Angaben mit einer Erholung des Passagierverkehrs, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt dürfte das Fluggastaufkommen nach seiner Schätzung aber nur 35 bis 45 Prozent des Rekordjahres 2019 erreichen. Neues dazu wird am 16. März erwartet, wenn das im MDax gelistete Unternehmen Zahlen zum vergangenen Jahr vorlegt.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/DJ

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