Wirtschaft

"Alle Kapazitäten nutzen" Werksärzte wollen beim Impfen unterstützen

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Indem Unternehmen ihre Mitarbeiter impfen, werden staatliche Impfeinrichtungen entlastet, so die Idee.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundesregierung setzt in der Pandemie unter anderem auf das Impfen gegen Covid-19. Um die Hausärzte und Impfzentren zu entlasten, schlägt die Chemieindustrie nun den Einsatz ihrer Betriebsärzte vor. Diese sollen beim Impfen der Mitarbeiter helfen.

Die Chemieindustrie will die schleppenden Corona-Impfungen in Deutschland mit dem Einsatz von Werksärzten beschleunigen. Der Arbeitgeberverband BAVC bekräftigte sein Angebot an die Bundesregierung, auch in den Branchenunternehmen impfen zu lassen. "Wenn voraussichtlich ab April mehr Impfstoff zur Verfügung steht, müssen wir alle Kapazitäten nutzen, um ihn in den Arm zu bringen", erklärte BAVC-Präsident Kai Beckmann in Wiesbaden.

Viele Unternehmen stünden bereit zu helfen. "Wir können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rasch impfen und so auch Kapazitäten in staatlichen Impfeinrichtungen freischaufeln", sagte Beckmann. Man wolle sich strikt an die politischen Vorgaben zur Impfreihenfolge und Priorisierung halten. Es gehe nicht um eine Privilegierung der Wirtschaft, betonte der BAVC, der rund 580.000 Beschäftigte in Deutschland vertritt. Jeder Tag zähle. "Wenn Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, können wir einen großen und wichtigen Schritt machen hin auf ein Ende der Pandemie."

Auch der Verband der Chemischen Industrie bot Hilfe durch Werksärzte an. Ab Ende März/Anfang April sollen mit steigenden Mengen an Impfdosen Haus- und Betriebsärzte in die Impfkampagne eingebunden werden. Die Entscheidung der Priorisierung erfolge dann durch die Ärzte, hieß es nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU und den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwochabend. Dann sollen dem Konzept zufolge auch Betriebsärzte mehr impfen.

Quelle: ntv.de, jru/dpa

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